Altenaer Voltigierer verteidigen westfälischen Titel

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Präsentierten sich bei den „Westfälischen“ in Topform: Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes.

Herford - Das Altenaer Voltigierduo Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes wurde bei der Westfälischen Meisterschaft vom Publikum gefeiert. Souverän präsentierten die Altenaer ihre Kür, mit der sie in zwei Wochen bei der Weltmeisterschaft an den Start gehen werden. 

Die Teilnahme an der Landesmeisterschaft in Herford war ein letzter Test auf dem Weg nach Le Mans. Die Burgstädter waren bei den „Westfälischen“ die klaren Favoriten, ein Sieg war Pflicht. Mehr noch: Ossenberg-Engels und Gerdes standen unter genauer Beobachtung, denn in nicht einmal zwei Wochen werden sie die westfälischen Farben in Frankreich repräsentieren. 

Das Wochenende hat ganz klar gezeigt, dass es dem heimischen Duo gelungen ist, noch einmal eine Schippe draufzulegen. Noch sauberer in der Ausführung, noch ein wenig schwerer – das intensive Training hat sich augenscheinlich gelohnt. Die Altenaer turnten in Herford schlichtweg in einer anderen Liga. Weit mehr als eine Note trennte das Altenaer Duo von dem zweitplatzierten Pas de Deux aus Brakel, Amelie Pichel und Janine Michels. Dritte wurden Franziska Batholome und Joshua Entrop aus Herne. Somit geht der Westfälische Doppelpokal zum vierten Mal in Folge nach Altena. 

Die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft Ende August in Verden war ohnehin nur noch reine Formsache. „Das war ein irres Gefühl. Die Halle hat echt getobt. Die Stimmung war einfach super und es hat tierisch viel Spaß gemacht“, betonte Timo Gerdes. Jolina Ossenberg-Engels konnte dem nur zustimmen: „Es war ein guter letzter Test für Le Mans. Mit einer Wertnote von 8,36 können wir guten Gewissens zur Weltmeisterschaft fahren.“ 

Für Ossenberg-Engels war das Wochenende besonders anstrengend. Denn die 20-Jährige ging nicht nur im Doppel an den Start, sondern auch mit der Mannschaft. Das Team hatte sich nämlich ebenfalls für die Meisterschaft qualifiziert. Die große Herausforderung des Wochenendes hieß Caram. Zum ersten Mal startete das Team auf dem Zweitpferd. Dragoner wird für die WM geschont. Daher wurde vor einigen Wochen das Training mit dem großen Braunen aufgenommen. 

„Bis zum Turnier haben wir gerade zweimal die ganze Kür auf ihm geturnt“, erklärte Trainerin Claudia Döller-Ossenberg-Engels. Das junge Pferd habe sich erst langsam an die Übungen gewöhnen müssen. „Klar, dass wir jetzt auf dem Turnier noch nicht alle Schwierigkeiten zeigen konnten und ein wenig mit angezogener Handbremse turnen mussten“, erläuterte Döller-Ossenberg-Engels die Problematik. Dennoch seien sie überaus zufrieden. In der Pflicht stecke noch Potenzial. 

Und in der Kür gab es einige Wackler und Unsauberkeiten. Dennoch schafften die Altenaer den Sprung unter die besten Sechs und damit den Einzug ins Finale. Dort konnten die Burgstädter ihren fünften Platz halten. „Mit der abschließenden Kür waren wir nicht ganz zufrieden. Damit waren wir nur Sechster. Aber in der Gesamtwertung reichte es noch für Platz fünf – und damit sind wir wirklich super zufrieden“, freute sich die Trainerin. 

Insgesamt hatten sich elf Gruppen für die Meisterschaft qualifiziert. Der Sieg ging an das Team Birkenhof.

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