HSG nur teilweise gewappnet

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HSG-Linksaußen Füller macht seinen Gegenspieler fest, doch der ambitionierte Bezirksligiste Villigst/Ergste gewann am Wehberg.

Lüdenscheid - Die Bilanz mit vier Siegen und nur einer Niederlage hört sich sehr positiv an, doch wirklich glanzvoll präsentierten sich die Handballer der beiden ersten Frauen- und Männermannschaften HSG Lüdenscheid eine Woche vor dem Punktspielauftakt am Wochenende denn doch noch nicht. 

Die Landesligamännermannschaft der HSG ließ einem Einzug in die zweite Kreispokalrunde durch einen letztlich klaren 42:18 (16:12)-Erfolg beim Kreisligisten TuS Hilchenbach tags darauf eine 28:30 (11:16)-Niederlage gegen den sehr ambitionierten Bezirksligisten HVE Villigst/Ergste mit seiner jungen Truppe um zahlreiche Ex-A-Junioren-Bundesligaakteure folgen.

Auffällig in beiden Partien die weiter anhaltenden Besetzungsprobleme der HSG, die diesmal aber auch zum Teil verletzungsbedingt waren. Im Pokaleinsatz im Siegerland hatten die Bergstädter vor dem Seitenwechsel auf ganzer Linie enttäuscht, viel zu lässig und nachlässig agiert.

Nach der Pause und einem Donnerwetter von Trainer Volker Schnippering zog die HSG binnen zehn Minuten auf 25:15 davon und warf am Ende noch einen Kantersieg heraus. Bester Torschütze im Siegerland war Phil Lausen mit elf Treffern, aber auch Kevin Plate (8) wusste übers Tempospiel zu gefallen

Am Sonntag im Testspiel fehlten Miossec, Broscheit, Lausen und Froitzheim, zudem musste zur Halbzeit Weichelt mit Knieproblemen passen, so dass der gute Start (7:4) nicht lange Bestand hatte. Immerhin - die Moral war intakt. Selbst nach dem 17:25-Rückstand (44.) zeigte die HSG keinerlei Zeichen von Resignation und verkürzte nicht zuletzt eines überzeugenden Beckmann (neun Tore) bis auf 28:30.

 Die zweite Herrenmannschaft der HSG schloss ihre ohnehin schon gelungene Vorbereitung mit einem Erfolgserlebnis ab: Im letzten Test setzten sich die Bergstädter beim ambitionierten A-Kreisligisten HSV Plettenberg/Werdohl II mit 25:23 (9:12)-Toren durch. Mit ihren Routiniers Lohmann, Hurlbrink, Gierse und Lakic waren die Gastgeber trotz zwei zuvor absolvierter Trainingseinheiten ein Gegner auf Augenhöhe. Die HSG, die ihre Stützen vor allem in Duda (neun Tore) und Bieker als Deckungs-"Speerspitze" hatte, war mit Chancenverwertung und Rücklaufverhalten allerdings noch nicht ganz zufrieden.

Eine Woche vor dem Saisonauftakt ist bei den Landesliga-Handballerinnen der HSG die Handschrift des neuen Trainers Markus Heß unverkennbar: Saskia Wagemeyer, Alina Gurke und Co. hielten im letzten Test das Tempo hoch. 13 von 30 Toren gegen den Staffel-3-Landesligisten Teutonia Riemke II erzielten die Gastgeberinnen am Samstag in der BGL-Halle per Gegenstoß, Zweiter Welle oder Schneller Mitte. Da blieb der Coach auch entspannt, als seiner Sieben in den letzten zehn Minuten kein Tor mehr gelang und die Bochumerinnen von 30:22 zum Endstand von 30:27 (19:12) aufholten.

Die in der Vorbereitung von zahlreichen Ausfällen gebeutelte zweite Frauenvertretung der Bergstädter hat von der Feinabstimmung her nach dem Bezirksligaaufstieg sicher noch einen größeren Nachholbedarf, aber für die schlecht verlaufene Saisonvorbereitung war Trainer Detlev Nebert mit dem Leistungsstand seines Team beim 22:15 (12:9)-Erfolg beim Kreisligisten HTV Sundwig/Westig II  unterm Strich wenigstens einigermaßen angetan.

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