Mark-E-Triathlon

Ein Neuenrader gewinnt den Kurztriathlon in Altena

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Und los geht’s für die Athleten der Regionalliga Männer. Trotz der großen Zahl an Startern gab es beim Schwimmsplit keine Probleme auf den fünf Bahnen im Dahler Freibad.

Altena - Im Zielbereich erst ausgepumpte, spätestens bei der Ehrung auf dem Treppchen dann aber glückliche Sieger gab es bei der 27. Auflage des Mark-E-Triathlons am Sonntag gleich mehrere. Der große Gewinner des Wettstreits von rund 300 Ausdauerspezialisten aber war der Ausrichter. Die Schwimms-Sport-Gemeinschaft (SSG) Altena erntete für ihre perfekte Organisation Lob von vielen Seiten und sorgte dank 100 Helfern für einen reibungslosen und für die Sportler jederzeit sicheren Ablauf.

Weil auch das Wetter mitspielte und bis auf wenige Blessuren alle Athleten verletzungsfrei ins Ziel kamen, sprach Mirco Gluth vom leitenden Orga-Team von einem „hervorragenden Wettkampftag“.

Bester Laune nach einem knackigen Wettkampf über die Sprint-Distanz zeigte sich auch das Quartett vom Triathlon-Team Alte/TuS Jahn Ohle, das mit dem vierten Rang in der Burgstadt seine Aufstiegschancen in der Landesliga-Mitte vor dem finalen Wettkampf in Hückeswagen (20. August) wahrte. In der Besetzung Paul Schmidt (1:15,31 Stunden), Dieter Wieczorek (1:15,45), Tobias Döring (1:17,07) und Marcel Henseler (1:19,08) verpasste das Team aus Plettenberg zwar knapp einen Treppchenplatz, zeigte sich mit der Platzziffer 59 aber zufrieden und besitzt nun allerbeste Chancen, trotz der verloren gegangenen Tabellenführung in Hückeswagen den Aufstieg perfekt zu machen. Die ersten vier Teams der Landesliga-Mitte steigen schließlich auf.

Sieger in Altena wurde das sehr junge und gallig auftretende Tri Team Ratingen II, das mit Morten Schmidt (1:10,45 Stunden) zugleich den schnellsten Mann im gesamten Feld stellte. Mit der beachtlichen Platzziffer 23 (Addition der Einzelränge 1, 4, 8 und 10) hatten die Ratinger die Nase deutlich vor dem SV Gladbeck (Platzziffer 41) und dem TV Attendorn (50) vorn. Zehnter von 24 Landesliga-Mannschaften wurde der RC Lüdenscheid II, bei dem Leon Kalogeropoulos einen exzellenten Wettkampf ablieferte. Mit der Zeit von 1:14,51 Stunden war der Youngster sechstbester Einzelathlet und setzte auf den letzten Metern vor dem Ziel im Dahler Freibad noch zu einem Sprint an. „Laufen ist ja auch meine Stärke“, sagte der junge Bergstädter, dessen Vater Niko im Anschluss für das Regionalliga-Team des RCL an den Start ging. „Die Radstrecke hatte es wie erwartet sich sich. Der Triathlon hier in Altena hat aber insgesamt viel Spaß gemacht“, betonte Leon Kalogeropoulos, dessen Teamkollegen Moritz Becker (1:20,44), Lars Glörfeld (1:30,11) und Christian Grüner (1:32,31) das anständige Teamresultat perfekt machten.

Mark-E-Triathlon in Altena-Dahle

Rang 17 Stand (Platzziffer 237) stand letztlich für das dritte heimische Team von Tri Speed Herscheid II zu Buche. Schnellster im Team war Michael Reinecke (1:21,41), der nach langer Pause seinen ersten Wettkampf in diesem Jahr absolvierte. „Ich bin sehr zufrieden. Die Veranstaltung ist toll und gut organisiert“, sagte Reinecke und bezeichnete die Radstrecke mit 730 Höhenmetern auf der Sprint-Distanz als „echt anspruchsvoll.“ Davon überzeugten sich auch die Teamkollegen Frank Lachnitt (1:29,10, Dietmar Richter (1:29,19) und Linn Battenfeld (1:35), die eine von wenigen Frauen im Landesliga-Feld war.

Reichlich Frauenpower gab es dafür im Anschluss. Im Kampf um Regionalliga-Punkte gaben die Athletinnen sowohl im Wasser als auch beim Rad- und Laufsplit vor den Augen vieler Zuschauer und Anwohner Vollgas. Der Sieg ging an das bärenstarke Team DLC Aachen III (Platzziffer 10) vor dem Starlight Team Essen II (30) und dem ASV Köln II (49). Heimische Mannschaften waren bei den Regionalliga Frauen nicht vertreten.

Teuer verkaufte sich das Männer-Regionalliga-Team des RC Lüdenscheid, das auf die Top-Leute Dörmbach (Start beim Ironman Frankfurt), Hanakam und Kleinschmidt verzichten musste. Weil Torsten Neuhaus wegen Knieproblemen ausfiel, stellten die Bergstädter in der Burgstadt nur ein Trio. Aljoscha Busenius (2:24,10) und Richard Gösmann (2:24,56) waren sehr gut unterwegs und sorgten dafür, dass am Ende immerhin noch Rang 16 von 18 heraussprang. Imponierend war der Ehrgeiz des sportlichen Leiters Niko Kalogeropoulos, der sich in den Dienst der Mannschaft stellte und als letzter Athlet der Regionalliga und des gesamten Wettkampfes in Altena unter Applaus ins Ziel lief. „Ich dachte, die hätten die Zeitnahme schon abgebaut“, sagte Kalogeropoulos nach absolvierten 1460 Höhenmetern auf dem Rad mit einem Augenzwinkern.

Siegermannschaft der Regionalliga Männer wurde Maxmo Mönchengladbach mit der Platzziffer 64. Jenes Team, für das der Lüdenscheider Sven Imhoff startet. Und Imhoff war es auch, der in einer fantastischen Zeit von 2:11,15 Stunden schnellster aller Athleten und auf dem Rad wie ein Uhrwerk unterwegs war. Es war eine eindrucksvolle Vorstellung in der direkten Nachbarschaft.

Apropos Nachbarschaft: Einen Sieg vor der Haustür feierte gestern auch Christian Maul. Der für den TV Buschhütten startende Ausdauerspezialist aus Neuenrade dominierte den Kurztriathlon der „freien Starter“ in einer Zeit von 2:23,31 Stunden. Der Hönnestädter nahm die Wettkampfkombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen in der Burgstadt als Vorbereitung auf die in zwei Wochen stattfindende Challenge Roth in Angriff.

Mit seiner Schwimmzeit von 16:55 Minuten über 1 000 m zeigte sich Maul weniger zufrieden, verließ aber trotzdem als Erster das Wasser und war auch mit 1:25,35 Stunden auf dem Rad der Schnellste. „Beim Laufen wurde mir von hinten Druck gemacht, das kam mir entgegen“, sagte der Neuenrader, der exakt 41 Minuten für die 10 km Laufstrecke benötigte. Zweiter wurde der Laufschnellste Rossmann vom Triathlon Club Essen. Schnellste Frau im Feld der „freien Starter“ des Kurztriathlons war Mareike Eißmann (2:40,03 Stunden) aus Essen. Allerdings gingen in dieser Wertung auch nur drei Frauen an den Start.

Einen richtig starken Eindruck hinterließ im Volkstriathlon über 500 m Schwimmen, 19 km Radfahren und 5 km Laufen der Lüdenscheider Robin Faust. Der Bergstädter wurde in 1:15,58 Stunden Dritter der Gesamtwertung und Sieger der Altersklasse M 20. Faust beendete den Schwimmsplit nach 8:47 Minuten, benötigte für die anspruchsvolle Radstrecke mit der Wendestelle am Kohlberghaus 44:49 Minuten und beendete die 5 km Laufen nach 22:21 Minuten.

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