Fußball-Bezirksliga 5

Schwere Aufgaben - aber auch gehörige Zuversicht

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Während Fisnik Zejnullahu (Mitte) seine Torejagd für den RSV Meinerzhagen auch gegen Salchendorf fortsetzen kann, hat sich Ali Özdemir (links) aktuell in Urlaub verabschiedet.

Kreisgebiet - Die Fußball-Bezirksligisten aus Lüdenscheid und dem Volmetal können sich auf ein spannendes Wochenende gefasst machen, denn das komplette Quartett bekommt es mit starken Kontrahenten zu tun, die ihm höchste Konzentration abverlangen werden. Großes Selbstbewusstsein aber hat vor allem Spitzenreiter RSV Meinerzhagen, der seinen Siegeszug fortsetzen möchte.

RSV Meinerzhagen - Germania Salchendorf (Sonntag, 17.30 Uhr, Stadion an der Oststraße):   Zu ungewohnter Uhrzeit erwartet der RSV im dritten Saisonheimspiel  den Tabellenfünften  Germania Salchendorf an. Auf Wunsch der Gäste wird die Partie erst um 17.30 Uhr angepfiffen. Unabhängig davon verfolgt RSV-Trainer Mutlu Demir für diese Begegnung ein klares Ziel: „ Wir wollen die nächsten drei Punkte einfahren und zusätzlich einen weiteren Schritt in der Entwicklung der Mannschaft vollziehen.“ Dabei lobt Demir den morgigen Gegner in höchsten Tönen: „Trainerkollege Thomas Scherzer kommt mit einer Spielidee nach Meinerzhagen. Er wird sich nicht mit seiner Mannschaft einigeln, denn dafür spielt seine Elf zu gerne mit“, rechnet er mit einem selbstbewussten Auftritt der Germanen.

Doch ebenso überzeugt ist er von den Fähigkeiten seines eigenen Teams und setzt auch diesmal darauf, dass es „keinen Gegner unterschwellig unterschätzt und sich – egal, wie das Spiel läuft – nicht aus der Ruhe bringen lässt.“  Beim RSV wiederum läuft es angesichts der Maximalausbeute von 15 Punkten bislang überragend. Das soll sich auch morgen im Stadion an der Oststraße fortsetzen, obwohl gleich vier Urlauber auf der Ausfallliste stehen: Timo Eick, Apostolos Aslanidis, Artur Krämer und Müjdat Aktas sind nicht mit von der Partie.

SV Rothemühle - Rot-Weiß Lüdenscheid (Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz Rothenborn):   Statistiken liest RWL-Trainer Marco Sadowski nur ungern, wenn sie negativ für den Bezirksligisten vom Nattenberg sind und nimmt sich fest vor, „schwarze Serien“ schnell zu beenden. Das war auch im Vorjahr bei den Duellen gegen „Angstgegner“ SV Rothemühle so: 1:4 und 2:4 lauteten die Resultate. Ergebnisse, die auch Marco Sadowski noch gut in Erinnerung hat, aber seine Zuversicht hat er nicht eingebüßt, auch wenn er einräumt: „Es scheint tatsächlich Gegner zu geben, die einem entweder liegen oder nicht.“ Die Rothemühler liegen den Rot-Weißen weniger, der letzte Sieg (am Nattenberg) liegt sieben Jahre zurück, der letzte Punktgewinn in Rothemühle gar acht Jahre. Dennoch ist Sadowski zuversichtlich: „Wir haben noch kein Spiel verloren, in dieser Woche erneut gut trainiert und sind fast komplett. Ich glaube, dass wir diesmal einen Punkt mit nach Hause nehmen.“

Mit Sicherheit fehlen RWL nur noch der langzeitverletzte Dario Mazzola, dazu Urlauber Christian Dèr und für zwei Wochen Roman Klukowski (Sprunggelenkverletzung).  Fraglich ist noch der Einsatz von Kapitän Timo Sommer, der wegen einer Grippe Anfang der Woche beim Training fehlte.

SC Lüdenscheid - TSV Weißtal (Sonntag, 15 Uhr, LüWo-Arena am Wehberg):  Es ist das Duell der Aufsteiger, und doch ist es ein ungleiches Duell: Nach fünf Spieltagen hat der TSV Weißtal mit 15 Punkten eine blütenweiße Weste, sind der bisher lästigste Verfolger des RSV Meinerzhagen. Allerdings hat der TSV das Glück erheblich strapaziert auf dem Weg zu diesen 15 Punkten. Eine ähnliche Über-Mannschaft wie den RSV erwartet der SCL keineswegs. Von den fünf Siegen feierte das Team von Trainer-Heißsporn Alfonso Rubio-Doblas vier daheim. Zuletzt in Drolshagen und gegen Freudenberg waren es enge Partien mit glücklichem Ende für das Team, das gerade offensiv mit Luca D’Aloia und Daniel Novakovic stark besetzt und über die beim SCL so gefürchteten Standards (Karolyi) immer sehr gefährlich ist.  Bange machen gilt für den SCL indes nicht. Es gibt aus der vergangenen Saison einen Quervergleich – und den hat der SCL gewonnen. Beide Kontrahenten haben 2015/16 zweimal gegen den FC Eiserfeld gespielt – Weißtal im Titel-Zweikampf, der SCL in der Relegation. Weißtal spielte zweimal unentschieden, der SCL gewann immerhin einmal gegen die Kicker aus Siegen – warum sollte der SCL also chancenlos sein? Vielleicht, weil der SCL nach vier Niederlagen in Folge in der Abwärtsspirale steckt und die Personalprobleme nicht abreißen. Zwar kehren Bartos Mura und Dominik Schwenck nach ihrem Urlaub zurück ins Team. Dafür fallen mit Mittelstürmer Tobias Ertelt (Bänderverletzung) und Innenverteidiger Marvin Schreyer (Muskelfaserriss) zwei „Opfer des Stadtderbys“ aus, dazu auch Christian Möller (Arbeitsunfall). Es muss also umgebaut werden. Klatt dürfte in die Sturmzentrale rücken, Fuks in die Innenverteidigung. „Weißtal ist super gestartet, eine richtig harte Nuss“, sagt Trainer Jörg Schreyer, „aber wir sind hinten auch stabiler geworden."

Kiersper SC - SC Listernohl-Windhausen-Lichtringhausen 05 (Sonntag, 15 Uhr, Felderhof-Stadion): Die noch sieglosen Hausherren geraten natürlich von Spieltag zu Spieltag mehr unter Druck und haben gegen die Gabriel-Elf, die nach einer Auftaktniederlage zuletzt vier Mal in Folge als Sieger das Feld verließ, mächtig dicke Bretter zu bohren. Der Tabellendritte kommt mit seiner sehr jungen und entsprechend lauffreudigen und flinken Mannschaft jedenfalls mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen zum Felderhof.

 "LWL hat schon eine bärenstarke Rückrunde gespielt und wird diesmal weit vorne mitmischen", ist Martin Liedtke, sportlicher Leiter des KSC, von den Qualitäten der Gäste überzeugt. Dennoch sieht er die Gastgeber als aktuellen Tabellenvorletzten keineswegs chancenlos: "Unsere Mannschaft muss nur endlich de Leistung einmal nicht nur über 50, sondern über die kompletten 90 Minuten aufs Feld bringen, dann wird sich der Erfolg auch wieder einstellen", meint er. Zumindest die personellen Voraussetzungen sind für die Elf von Trainer Andreas Wieczorek recht günstig: Mit Sicherheit fällt nur der Langzeitverletzte Marco Carbotta (Kreuzbandriss) aus, ein dickes Fragezeichen steht zudem noch hinter dem Einsatz von Stürmer Lukas Finke, der bei der Niederlage in Ottfingen umgeknickt war.           

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