Turnen, Saisonfinale

STV und Owen bejubeln Klassenerhalt

Die TSV-Riege mit (von links) Maike Thran, Sofie Waimann, Ronja Werkshage, Dana Hütz, Finja Hertrampf und Sina Hertrampf belegte in Stadtlohn Rang sechs in der Tageswertung der Landesliga 2.

Stadtlohn - Klassenerhalt für den Schalksmühler TV in der Landesliga 1 und Madeleine Owen mit dem VfL Kamen in der Oberliga, Relegation für den TSV Kierspe in der Landesliga 2 – das Saisonfinale in der vier Turn-Ligen des Westfälischen Turner-Bundes hielt keine wirklichen Überraschungen bereit. 

Und doch war es ein aufregendes. Für die Riege des STV, die in der Landesliga 1 als Rangdritter mit großem Vorsprung auf einen Abstiegsplatz in den Wettkampf gegangen war, war es eher situative Aufregung: Am ersten Gerät, dem Sprung, fühlte sich die STV-Riege gegenüber dem Gerätepartner aus Ibbenbüren deutlich zu schlecht bewertet. „Ich habe mich noch nie beim Kampfgericht beschwert, das bringt ja auch nichts – aber diesmal habe ich den Kampfrichtern eine Rückmeldung gegeben“, berichtete Cheftrainer Jochen Gerlach, „und von diesem Gerät an war eine gewisse Anspannung und Nervosität drin im Wettkampf.“ 

Am Stufenbarren turnte Lina Chiduck zwar anschließend die beste Übung der gesamten Landesliga 1, doch dafür patzten Tingi Lu (gleich zweimal vom Gerät) und Claudia Raczek. Es war ebenso ein Gerät mit Luft nach oben wie der Schwebebalken, an dem Melina Flechsler zweimal abstieg und für das Streichresultat sorgte. So kamen zwei Absteiger (Chiduck, Raczek) in die Wertung. Am Boden dann endete der Tag, wie er begonnen hatte. Trotz ordentlicher Übungen standen fürs Team an diesem Gerät nur 35,4 Punkte zu Buche – beim zweiten Wettkampf waren es mit vergleichbaren Übungen noch 38,8 Punkte gewesen. 

Unterm Strich stand so mit 133,5 Punkten nur Rang fünf im Tages-Klassement zu Buche. Einem Klassement, das das Feld indes noch einmal kräftig durchwirbelte: Tagessieger KTV Dortmund III überholte den STV noch und schob sich punktgleich auf Rang zwei, der STV überholte derweil noch den TV Ibbenbüren II, der diesmal sogar nur Siebter wurde. Der Landesliga-1-Titel ging an den TV Jahn Bad Lippspringe, der mit Rang zwei im Tagesklassement noch an Ibbenbüren II vorbeizog. Den Klassenerhalt in der Landesliga 1 schafften so am Ende Bad Lippspringe, Dortmund III, der STV und die zweite Mannschaft aus Ibbenbüren.

Der TSV Kierspe belegt in der Landesliga 2 zum Saisonende Rang sieben. In Stadtlohn allerdings turnte sich die Riege von Britta Hütz erstmals auf den sechsten Platz im Tagesklassement vor. „Mit dem Wettkampf sind wir hochzufrieden“, bilanzierte Britta Hütz, „vor allem vor dem Hintergrund, dass wir ja doch gehandicapt waren.“ Kristin Hütz (Auslands-Aufenthalt) war gar nicht dabei, Ronja Werkshage turnte nach ihrer Bänderverletzung nur an zwei Geräten. Und auch Sina und Finja Hertrampf waren etwas angeschlagen. 

Umso erstaunlicher war der Auftritt von Ronja Werkshage am Stufenbarren, an dem sie mit einer 12,5-Wertung die beste Übung in der gesamten Liga zeigte. Für das Team war der Sprung das beste Gerät, hier lagen die Kiersperinen sogar im Liga-Vergleich auf Rang drei. Am Boden überzeugten Sofie Waimann und Dana Hütz mit sehr guten Übungen. Unterm Strich bedeuteten 138,75 Punkte Rang sechs vor den Riegen aus Schildesche und Witten-Stockum. 

Damit geht der TSV mit ein bisschen Rückenwind in die Relegation im November in Dortmund. „Dort dann den zweiten Platz zu erreichen, das wird natürlich trotzdem ganz schwer“, sagt Britta Hütz realistisch. 

Mit Kamen Fünfter in der Oberliga: Madeleine Owen aus Lüdenscheid.

Für Madeleine Owen und den VfL Kamen gab es am Samstag um 22.30 Uhr Gewissheit: Mit einem überraschenden fünften Platz in der Tageswertung beendete die Kamener Riege die Oberliga-Saison auf Rang fünf und hat damit die Klasse gehalten. Für die Lüdenscheiderin Owen begann der Wettkampf mit einer Hiobsbotschaft: Beim Einturnen machte sich eine alte Verletzung bemerkbar, so dass sie beim Sprung passen musste. Dafür turnte sie am Schwebebalken trotz eines Absteigers eine ganz starke Übung (11,6) und kam auch am Boden (12,60) in die Wertung. Am Stufenbarren lief es nicht so gut (9,60) – hier sprangen ihre Teamkameradinnen in die Bresche, sorgten für tolles Teamresultat.

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