Turnen, Oberliga Männer

TSV-Personalnot bringt Spannung

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Ob die Kraft für so eine Barren-Übung reicht? Tobias Göhner musste aufgrund einer Erkältung beim Training passen.

Kierspe - Eigentlich hatte der TSV Kierspe die Punkte im MK-Derby der Turn-Oberliga der Männer gegen die KTV Iserlohn fest eingeplant. Nun aber rückt die personelle Komponente den Wettkampf, der am Samstag ab 16 Uhr in der Halle am Büscherweg in Kierspe stattfindet, in ein anderes Licht. Trainer Uwe Hütz erwartet einen offenen Vergleich.

Hütz selbst hat sich am Freitag zu den Freiburger Gerätturntagen verabschiedet, um seine Trainer-B-Lizenz zu verlängern. Sein Team sollte die Iserlohn-Aufgabe auch ohne ihn lösen können. Doch dann hat sich sich Team Stück für Stück ausgedünnt. Aus dem ursprünglichen Plan, gerade gegen Iserlohn weitestgehend auf Turner aus dem Landesliga-Kader zu verzichten, um so Geräte-Einsätze für andere Wettkämpfe aufzusparen – er ist dahin. 

Neben den Urlaubern Ben Gossow und Rainer Welter wird auch Topturner Kevin Meisel komplett ausfallen, bei ihm hat es berufliche Gründe. Nicht dabei ist zudem Stephan Jatzkowski (privat verhindert). Dazu kommt, dass die beiden neben Meisel am meisten eingesetzten Turner nicht richtig fit sind: Kapitän Tobias Langwald ist in der Vorwoche bei seiner Barren-Übung auf den Mittelfinger geprallt – zumindest den Barren und wie üblich das Reck wird er auslassen müssen. André Bienleins Verletzung aus dem Abschlusstraining der Vorwoche hat sich als Bauchmuskelzerrung herausgestellt. Was bei ihm möglich ist, muss am Samstag entschieden werden, die üblichen fünf Geräte werden es aber wohl keinesfalls sein. Dazu kommt, dass Tobias Göhner aufgrund einer Erkältung die ganze Woche nicht trainiert hat. 

So muss viel improvisiert werden. „Wir haben ja das Glück, einen großen Kader zu haben – und die Turner, die aus der Landesliga nachrücken, sind an ihren jeweiligen Geräten auch gut einsetzbar“, sagt Hütz. Sam Scholz zum Beispiel, der nach einem Geräteeinsatz in der Vorwoche diesmal auf drei Geräte kommen dürfte. Das Gleiche gilt bei Jonathan Kuhbier. Der ist fürs Reck fest eingeplant – falls Bienlein am Pauschenpferd und Sprung passen sollte, wird er auch hier nachrücken. Seine Saisonpremiere gibt Konrad Brandts, und zwar wahrscheinlich sowohl am Barren als auch am Reck. Florian Klein, der zuletzt studienbedingt verhindert war, rückt zudem am Boden in die Riege. Alexander Schröder wird am Sprung wieder ins Team rücken. 

„Wenn die Iserlohner mit der kompletten Riege kommen, dann dürfte es ein ganz enger Wettkampf werden“, sagt Uwe Hütz. Die Waldstädter haben in dieser Saison bereits zweimal geturnt und gegen Stadtlohn und das TZ Bochum/Witten II klare Niederlagen einstecken müssen. Die für die KTV wichtigen Wettkämpfe folgen eigentlich erst in der zweiten Saisonhälfte. In Kierspe aber nun, da könnte es Bonuspunkte für die KTV geben. Eine Vorstellung, mit der sich der TSV allerdings weder anfreunden kann noch will.

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