Tennis-Verbandsliga

LTV 99: Gleich zwei gute Nachrichten

+
Starke Premiere am Stadtpark: Luuk Alfons.

Lüdenscheid - In der Tennis-Verbandsliga bleibt Spannung in der laufenden Saison für den Lüdenscheider TV von 1899 Mangelware. Eine Woche nach der deutlichen Niederlage gegen den TC Parkhaus Wanne-Eickel siegte das Team vom Stadtpark am Sonntag 9:0 gegen den SV Arminia Gütersloh und hat damit vor dem letzten Saisonspiel beim Schlusslicht in Sundern den Klassenerhalt gesichert.

Wenn der Tabellendrittletzte auf den Dritten trifft, ist ein 9:0 für den Drittletzten nicht unbedingt das wahrscheinlichste aller Ergebnisse. Aber in der Verbandsliga-Staffel des LTV 99 hängt in dieser Saison vieles an den Aufstellungen der Teams. Der Tabellendritte aus Ostwestfalen reiste ohne seinen Niederländer Bart van den Berg und auch ohne den Slowaken Miroslav Kleman an. Und nicht nur dies. Auch das Arminia-Notteam war nicht komplett: Ein Akteur, der an Position sechs spielen sollte, sagte am Samstagabend aufgrund einer Magen-Darm-Grippe ab. So reisten die Gütersloher sogar nur zu fünft im Sauerland an und waren in letzter Konsequenz chancenlos. 

Auch deshalb, weil der LTV 99 gegenüber der Vorwoche wieder auf seine gegen Wanne-Eickel pausierenden Niederländer Kevin Noordermeer und Luuk Alfons baute. Alfons feierte seine Premiere auf der Anlage am Stadtpark und ließ Marcel Grote in zwei Sätzen keine Chance (6:1, 6:3). Noch bitterer wurde es für den Gegner von Noordermeer: Alexander Zastrow mühte sich in ewig anmutenden Ballwechseln im Spitzeneinzel so sehr um zumindest ein Spiel, es war ihm indes nicht vergönnt gegen Noordermeer, der wie ein Ball-Automat die Filzkugel immer und immer wieder zurückbrachte – bis Zastrow irgendwann fehlgriff... 

Dino Jablonski macht kurzen Prozess

6:0, 6:0-Sieger im Spitzeneinzel: Kevin Noordermeer.

Und sonst? Kam Kaspar Volz an Position sechs zu einem kampflosen Sieg. Machte Dino Jablonski gegen Jannik Sorge beim 6:3, 6:0 kurzen Prozess. Und mühten sich die Fastabend-Brüder etwas länger. Doch auch Ludger Fastabend (gegen Paul-Hambrink) und sein Bruder Lennart (gegen Abdou) schafften jeweils nach verlorenem ersten Durchgang im zeitweiligen Nieselregen noch die Wende in drei Sätzen. 

So war die Messe gelesen, die Gäste wollten derweil auch in Unterzahl noch die Doppel austragen. Den Ehrenpunkt brachten diese indes nicht mehr für das Team aus Gütersloh. Mit zwei Zwei-Satz-Siegen hielten die Kombinationen Noordermeer/Alfons und Jablonski/Volz die LTV-Weste an diesem Tag sauber. „Aber Spaß macht das so nicht“, bekannte auch LTV-Kapitän Dino Jablonski. Ein neues Ziel ist nach dem Kantersieg derweil bereits definiert: Mit einem Auswärtssieg beim Ausklang in Sundern will der LTV 99 im Endklassement noch auf Rang drei oder vier klettern. 

Dieter Alt erleichtert über das Ende des Wartens

Die Erleichterung war derweil Dieter Alt auch zwei Tage nach Erhalt des so wichtigen Schriftstückes noch ins Gesicht geschrieben. „Wir haben endlich die Baugenehmigung“, stellte der Vorsitzende des Lüdenscheider Tennis-Vereins von 1899  am Rande des Verbandsliga-Spiels auf der Anlage am Stadtpark fest, „es kann nun endlich losgehen.“ Dem Beginn der Bauarbeiten auf der Anlage steht somit nach einer langen Zeit des Wartens auf zahlreiche Genehmigungen seit Freitag nichts mehr in Wege. 

Vorfreude auf die neue Halle: Dieter Alt (links).

Der LTV 99 plant, bereits zur nächsten Wintersaison die neue Zwei-Feld-Tennishalle auf der vereinseigenen Anlage am Stadtpark zu eröffnen. Es wird dann keine Traglufthalle mehr sein wie bisher, sondern eine Halle, die über das gesamte Jahr die Möglichkeit bietet, auch bei schlechtem Wetter in einer modernen Sportstätte Tennis zu spielen. Für den Verein mit seiner großen Jugend-Abteilung ist der Bau dieser Halle extrem wichtig, weil mit ihm auch die Verpflichtung eines neuen, qualifizierten Trainers verknüpft ist. Marc Gummersbach wird den Verein nach sehr erfolgreichen Jahren bekanntlich im Herbst aus privaten Gründen verlassen und nach Skandinavien übersiedeln. Ein Kandidat für die Gummersbach-Nachfolge, der derzeit noch in Hamburg lebt, ist allerdings bereits gefunden. 

Wie es konkret mit der neuen Halle weitergeht, das wird der Bau-Auschuss im Verein am Samstag im Klubhaus besprechen. Mit dem Projekt des Hallenneubaus sind beim LTV 99 der Architekt Dietmar Bielinsky sowie die Vereinsmitglieder Henrich Schlötermann, Didi Voth, Axel Kühn und Vera Jablonski befasst. „Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg und setzen nun alles daran, den Hallenbau zum Herbst dieses Jahres fertigzustellen“, verspricht die 2. Vorsitzende Vera Jablonski auf der Homepage des Traditionsvereins vom Stadtpark.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare