Tennis-Verbandsliga

Der LTV 99 setzt auf die eigenen Talente

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Soll das neu formierte Team als Kapitän führen: Dino Jablonski.

Lüdenscheid - Es ist der Start in eine neue Zeitrechnung beim Lüdenscheider Tennis-Verein von 1899: Wenn am 1. Mai die neue Spielzeit in den Klassen auf Verbandsebene beginnt, dann spielt der LTV 99 nicht mehr in der Westfalen-, sondern nur noch in der Verbandsliga. Die Mannschaft wird allerdings mehr als jede andere in den vergangenen beiden Jahrzehnten ein Lüdenscheider Gesicht haben.

Im Spätsommer 2015 reifte der Gedanke, den Weg der vergangenen Jahre zu verlassen und diesen Lüdenscheider Weg zu gehen. Spitzenspieler aus Übersee wird es nicht mehr geben, mit ihnen haben derweil auch einige Spieler aus dem südwestfälischen Umfeld – u.a. Fin Glowick, Max Drüppel, Maximilian Grundmann und Robin Sanz – den Klub verlassen. 

„Das ist nicht bewusst so von uns gewollt gewesen, aber im Grunde macht es Sinn, weil nun unsere Jugendlichen in der 1. Mannschaft spielen können“, sagt der 1. Vorsitzende, Dieter Alt. Für den Neuanfang in der Verbandsliga schien das Team zunächst sehr ordentlich aufgestellt – bis eine Offerte aus Oelde kam: Das Herren 40-Regionalliga-Team aus Oelde will in diesem Jahr um die Deutsche Meisterschaft mitspielen – dafür machte sie der LTV-Nummer eins, Rogier Wassen, ein sehr attraktives Angebot. „Rogier hatte uns schon zugesagt. Er wäre geblieben, aber wir wollten ihm diese Chance nicht verbauen“, sagt Dino Jablonski. 

Rogier Wassen spielt in der Herren 40 für Oelde

So muss der Kapitän nun beim Neuanfang am Stadtpark ohne seinen langjährigen Freund und Weggefährten auskommen. Ohne Wassen wird es schwieriger. „Wir spielen gegen den Abstieg“, sagt Jablonski mit Blick auf die LK-Besetzungen der anderen Mannschaften in der Liga. Zwei Teams muss der LTV 99 hinter sich lassen. Das sollten nach Jablonskis Einschätzung der Auftaktgegner TC Emspark Wiedenbrück und der TC Blau-Weiß Sundern, der zum Saisonfinale auf Lüdenscheid wartet, sein. 

Punkten sollte der LTV 99 vor allem vorne. Der Niederländer Kevin Noordermeer – seit Jahren Stammgast im Sauerland – steht für alle Spiele als Spitzenkraft zur Verfügung. Dahinter spielt Dino Jablonski an Position zwei. Mit Yannick Quaedvlieg und Neuzugang Luuk Alfons, einem 18-jährigen Talent aus Noordermeers Verein in den Niederlanden, kommt wechselweise ein zweiter Niederländer hinzu. Daneben sollen es hinten die eigenen Talente richten: Ludger Fastabend allen voran, wenn es passt auch Sascha Schiepek, der allerdings beim Saisonstart nicht zur Verfügung steht, später aber aus Österreich anreisen wird. An den Positionen fünf und sechs sollen Lennart Fastabend, Kaspar Volz und Florian Wallmeier rotieren. Es ist das Personal der vergangenen Saison in der Reserve, die seinerzeit den Verbandsliga-Erhalt nicht schaffte. 

Erstes Heimspiel erst am 5. Juni 

Der Verband ist dem LTV 99 mehr entgegen gekommen als es zu erhoffen war: Am 1. Spieltag am 1. Mai bleiben die Lüdenscheider spielfrei. Im Mai folgen danach zwei Auswärtsspiele in Wiedenbrück (8. Mai) und beim Titel-Mitfavoriten Gütersloher TC Rot-Weiß (22. Mai). Erst im Juni – und bis dahin sollten auch die tiefen Plätze am Stadtpark liga-tauglich sein – folgen Heimspiele: am 5. Juni gegen den TC Grävingholz (mit Maximilian Grundmann), 12. Juni gegen den TC Parkhaus Wanne-Eickel und am 19. Juni gegen den SC Arminia Gütersloh. Das Saisonfinale am 26. Juni findet dann wieder in Sundern statt. Es soll ein Saisonfinale mit Happyend werden – ein Absturz in die Südwestfalenliga nämlich gehört auf dem neuen Lüdenscheider Weg nicht zu den Plänen des LTV 99. Im Gegenteil, er würde kein gutes Licht auf diese neue lokalere Ausrichtung werfen.

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