Tchoukballer holen DM-Titel zurück nach Halver

In Abwesenheit von Titelverteidiger Aachen holte sich der TuS Oeckinghausen I in Essen den Titel des Deutschen Meisters zurück.

Halver - Die Tchoukballer des TuS Oeckinghausen haben den Pokal des Deutschen Meisters zurückerobert, für die Jugend gab es hingegen aufgrund einer langen Verletztenliste keinen Platz auf dem Treppchen.

Die nationalen Titelkämpfe in Essen nahm der TuS dabei mit gleich drei Mannschaften in Angriff. Dabei traten alle Halveraner Teams in der leistungsstarken Gruppe A gegeneinander an. Außerdem galt es, sich gegen den ASC Weimar I und II, TBH Düsseldorf und TSV Zorneding zu beweisen.

In der Vorrunde qualifizierten sich beide Erwachsenen-Teams des TuS für das Halbfinale. Die U19 trat verletzungsbedingt nur mit sechs Spielern an, so dass es nur zu einem Sieg gegen den ASC Weimar II und Remis gegen Düsseldorf reichte. Unterm Strich stand so Platz fünf. Nach der Gruppenphase traten die letzten drei Teams der Gruppe A gegen die besten Drei der Gruppe B an, während die vier besten Mannschaften der Gruppe A die Halbfinals bestritten. Da sich mit Nils Urban und Christian Reck zwei Spieler in der Vorrunde verletzt hatten, musste sich das dezimierte Jugendteam mit nur noch vier Aktiven den Mannschaften der SG Urbich und der Lenneper TG stellen. Dabei bewiesen die Jugendlichen noch einmal Kampfgeist und schafften es, sich trotz der Unterzahl gegen beide Mannschaften zu behaupten. „Wir hätten nicht gedacht, dass unsere U18 noch einmal so aus sich herauskommen würde. Man merkt, dass das Training mit den Erwachsenen viel bringt“, freute sich TuS-Trainer Lars Diederich.

Dezimierte Jugend kämpferisch stark

Im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft traf die TuS-Erstvertretung auf den TSV Zorneding, zeitgleich fand das Spiel des TuS II gegen den ASC Weimar statt. Während das Spiel des TuS I bereits zu Beginn für die Halveraner entschieden wurde (31:25), liefte sich die zweite Mannschaft ein Kopf-an-Kopf Rennen mit ständigem Führungswechsel. Am Ende mussten sich die Halveraner dem Gegner aus Thüringen knapp mit 24:26 geschlagen geben und verpassten so den Finaleinzug.

Im Spiel um Platz drei trat der TuS Oeckinghausen II gegen die Vertretung aus dem bayerischen Zorneding an und zeigte vor gut gefüllter Tribüne ein starkes Spiel. Nach Ablauf der regulären Spielzeit stand es 31:31-Remis – Verlängerung. In den finalen drei Minuten präsentierten sich beide Teams von ihrer stärksten Seite, in der letzten Sekunde gelang Zorneding der entscheidende Zähler zum 42:41-Sieg.

Finale eine klare Sache

Weitaus weniger knapp ging es im Finale zu. „Wir haben uns komplett auf das letzte Spiel konzentriert und zum Ziel gesetzt, dem Publikum ein starkes Spiel zu präsentieren“, so Frederik Berbecker, Spieler des TuS und Trainer der Deutschen Tchoukball-Nationalmannschaft. Vom Start weg setzten sich die Oeckinghausener ab und zeigten neben einer kompakten Verteidigungsleistung auch ihr Können im Angriff, so dass am Ende ein klarer 53:29-Sieg den Titel bedeutete. Als Deutscher Meister hat sich der TuS gleichzeitig für den European Winner’s Cup qualifiziert, der im kommenden Jahr in Erfurt stattfinden wird.

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