Eine Vize-Weltmeisterin aus Kierspe

Kierspe - Über ihren bislang größten sportlichen Erfolg freut sich Seglerin Nadine Wieland: Die mittlerweile in Südfrankreich lebende Kiersperin wurde gemeinsam mit dem französischen Steuermann Orion-Gilles Martin Vize-Weltmeisterin in der Hobie-16-Klasse.

An den Titelkämpfen, die zwischen dem 29. Mai und 13. Juni in Dapeng in China stattfanden, nahmen insgesamt 54 Teams teil, deren Mitglieder sich aus unterschiedlichsten Nationen (Australien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Japan, Niederlande, USA) rekrutierten.

Allein das Finale der Veranstaltung umfasste neun Wettfahrten, und dank guter Leistungen am letzten Tag der WM schoben sich Vorschoterin Nadine Wieland und Orion-Gilles Martin noch auf den zweiten Platz der Gesamtwertung vor. Weltmeister wurde das dänische Duo Daniel Björnholt und Josephine Frederiksen, Rang drei ging an das australische Ehepaar Fletcher und Georgia Warren-Myers.

Zum Segelsport kam Nadine Wieland vor einem knappen Vierteljahrhundert, Vater Andreas – selbst passionierter Segler – war daran nicht unschuldig. Im Alter von sechs Jahren ging die Volmestädterin auf dem Biggesee erstmals an Bord eines Optimisten und blieb dem Segeln trotz zwischenzeitlicher Unterbrechungen (Auslandsaufenthalt, Studium) bis heute treu.

Die Vita der 30-Jährigen ist gespickt mit erfolgrei-chen Teilnahmen an nationalen und internationalen Meisterschaften, wobei der in China ersegelte WM-Rang zwei die vorläufige Krönung darstellt.

Der Umstand, dass die Kiersperin mittlerweile an der Côte d’Azur beheimatet ist, sorgt natürlich für nahezu ideale Trainingsmöglichkeiten. Gemeinsam mit ihrem französischen Lebensgefährten wohnt Nadine Wieland in der Hafenstadt Hyères im Verwaltungsbezirk Toulon und hat damit das Mittelmeer praktisch vor der Haustür.

Ermöglicht wird der frischgebackenen Vize-Weltmeisterin, die beruflich in der Tourismusbranche tätig ist, das Hobby Segeln vor allem durch Sponsoren; unterstützt wird Wieland von verschiedenen Yachtclubs in ihrer südfranzösischen Wahlheimat und nicht zuletzt von der US-amerikanischen Werft Hobie. Der meistverkaufte Katamaran des kalifornischen Bootsbauers ist der Hobie 16, auf dem Nadine Wieland vor wenigen Tagen in Dapeng aufs WM-Siegertreppchen segelte und der für den europäischen Markt in Hyères gefertigt wird.

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