German Lenhard ganz stark

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Hatte bei den Entscheidungen des Jahrgang 2004 stets ein Wörtchen mitzureden: der Lüdenscheider Leon-Frederik Schmidt.

Lüdenscheid - Der Adrenalinpegel stieg bei den Verantwortlichen der Wasserfreunde Lüdenscheid (WfL) kurz vor Eröffnung des 36. Bergstadt-Schwimmfestes noch einmal schlagartig an: Die Sprechanlage im Sportbad am Nattenberg streikte.

Doch dem Technischen Leiter der WfL, Lars Glörfeld, und dem Organisationsteam kam Martin Auth zu Hilfe. Dank der tätigen Mithilfe des Inhabers des gleichnamigen Musikhauses in der Lüdenscheider Altstadt – und aktiven WfL-Mitglieds – war innerhalb einer Viertelstunde alles bereit, um den ersten von insgesamt 36 Wettkämpfen aufzurufen.

Von Samstagmittag bis zum späten Sonntagnachmittag jagte ein Start den nächsten – die WfL-Verantwortlichen hatten alle Hände voll zu tun bei einem Schwimmfest, dem neben dem gastgebenden Verein in Abwesenheit der Starter des SV Plettenberg vor allem Schwimmer aus dem Bergischen Land ihren Stempel aufdrückten. Der ASV Wuppertal, die SG Bergisch Land aus Remscheid und Solingen und die SG Bayer mit Standorten in Wuppertal, Krefeld und Dormagen waren alle in der Kreisstadt stark vertreten und sammelten vor allem im Nachwuchsbereich viele Medaillen. Doch nicht nur ins Bergische Land oder zum Beispiel an den SV Hellas Siegburg, der von der starken Annchristin Dobbek angeführt wurde, gingen im Nattenberg-Sportbad Trophäen: Auch der SSV Lahr aus Baden war in den Siegerlisten vertreten.

Scherrer holt sechs Jahrgangssiege

Insgesamt sechs Jahrgangssiege gingen auf das Konto von Yannick Scherrer, der in den Rennen, in denen er an den Start ging, im schlechtesten Fall Zweiter. In der Punktewertung des Jahrgangs 2000 lag Scherrer auf Rang zwei mit 409 Zählern, die er durch eine 1:00,53-Minuten-Zeit über die 100 Meter Freistil gesammelt hatte. Die WfL konnten beim „Heimspiel“ auf ihre starken Jugendlichen bauen. So gewann im Jahrgang 2004 Leon-Frederik Schmidt zehn seiner elf Rennen sowie die Punktwertung, Lea Sophie Hörner sammelte acht Goldmedaillen. Eine noch bessere Bilanz verdarb sich die Jahrgang-2002-Schwimmerin auf der 50-m-Rückenstrecke: Nach dem Start legte Hörner mehr als 15 Meter untergetaucht zurück und handelte sich damit eine Disqualifikation ein. Mit 490 Punkten gewann sie dafür die Punktwertung ihres Jahrgangs (für 1:04,67 Minuten über 100 Meter Freistil).

Eine Leistung, die vereinsintern nur von German Lenhard übertroffen wurde: Der Athlet des Jahrgangs 1998 schlug über 100 Meter Brust nach 1:09,29 Minuten an, was mit 516 Zählern belohnt wurde – die zweitbeste Leistung im männlichen Bereich überhaupt. Punktbeste ihrer Jahrgänge wurden auch Bjarne Kinkel (2002, TuS Neuenrade, 263) und Jeanine Möglich (2000, SV 08 Werdohl, 498).

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