Internationales Schwimmfest in Werdohl durch Gewitter unterbrochen

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Am Samstag nahmen die Aktiven im Freibad Ütterlingsen noch bei besten Spätsommerbedingungen die Zeitenjagd auf, während am Sonntag eine Gewitterzelle für leichte Verzögerungen sorgte.

Werdohl - Auf den letzten Drücker fiel die magische Zahl dann doch noch: „Wir haben die 2 000er Marke tatsächlich geknackt“, bilanzierte Dirk Sommer, Pressesprecher des SV 08 Werdohl, am Sonntag, nachdem der letzte Lauf beim 32. Internationalen Schwimmfest im Freibad Ütterlingsen mit 2 001 Einzelstarts absolviert war.

„Wir sind absolut zufrieden – mit dem Verlauf insgesamt, mit dem eigenen Abschneiden und dem Umstand, dass wir wettertechnisch mit einem blauen Auge davongekommen sind“, fasste Sommer die zwei Wettkampftage zusammen. 

Während der Samstag die Athleten mit perfekten Spätsommerbedingungen verwöhnte, drohte am Sonntag das Aus. Gewitter waren angekündigt. Letztlich zog eine Gewitterzelle über das Bad hinweg – pünktlich zur Mittagspause. „So blieb es bei einer halben Stunden Verzögerung, ehe die Schiedsrichter das Becken wieder freigaben“, erklärte Dirk Sommer. 

Sportlich bot die 32. Auflage des Wettkampfes trotz des Fernbleibens der polnischen Klubs hochkarätigen Sport. „Das ist hier kein Wald- und Wiesen-Schwimmfest. Hier sind Top-Athleten aus dem In- und Ausland am Start. Ein toller Gradmesser für unsere eigenen Schwimmer“, stellte Sommer fest, dass auch die 2016er Auflage aus rein sportlicher Sicht in die Kategorie „erstklassig“ gehört. 

Auswärtige Konkurrenz stellt zwei Bahnrekorde auf

Unter anderem fielen zwei Bahnrekorde. Dana Volmerhaus von der dominierenden SG Ruhr knackte die bestehende Bestzeit über 200 Meter Schmetterling. Sie schlug nach 2:22,47 Minuten an und setzte damit eine neue Bestmarke. Ihre Vereinskollegin Michelle Pschuk unterbot am Samstag den bestehenden Rekord über 200 Meter Brust. Die neue Maßgabe liegt bei 2:40,43. Pschuk und Volmerhaus trugen ihren Teil zum hervorragenden Ergebnis der SG Ruhr bei. 

„Der Topfavorit in der Mannschaftswertung“, ahnte Sommer schon im Vorfeld, dass die Athleten der SG das Maß der Dinge sein würden. 136 Mal erschwammen sich die Vereinsmitglieder Edelmetall. Allein 65 goldene Medaillen unterstrichen die Ausnahmestellung des Klubs. 

Auf Rang zwei landete der SV Plettenberg, der sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den niederländischen Konkurrenten aus Purmerend lieferte, die letztlich auf dem Bronzerang landeten. 

Acht Goldmedaillen für die Gastgeber

Der gastgebende SV 08 Werdohl belegte mit acht Goldmedaillen den zehnten Rang in der Team-Wertung. Sportliche Ausrufezeichen aus Sicht des Gastgebers setzten zwei Frauen. Jeanine Möglich und Alicia Bettermann sammelten fleißig Edelmetall für die Hausherren, kämpften sich zudem bis in den Endlauf über 50 Meter Freistil vor und belegten dort die Ränge vier und sieben. „Eine tolle Leistung“, lobte Dirk Sommer. 

Möglich trennten beim Anschlag nur sechs Hunderstelsekunden von der Bronze-Medaillen-Gewinnerin - „ein Wimpernschlag“, bedauerte der Werdohler Sprecher, dass es „nur“ zum undankbaren vierten Platz reichte. 

Neben Möglich und Bettermann steuerte auch ein Youngster Gold zur SV 08-Bilanz bei. „Jan Knoche, Jahrgang 2005, quälte sich erstmals in einem Wettkampf über die 200 Meter Schmetterling-Distanz. Eine richtig harte Strecke“, stellte Sommer die Energieleistung des Nachwuchsschwimmers heraus, die mit Gold belohnt wurde.

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