RWL-Trainer Marco Sadowski muss Team umbauen

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Timo Sommer (Mitte) ist zwar erst am Freitag „in den Hafen der Ehe gelaufen“, in Ottfingen wird sich das Laufwunder aus dem RWL-Mittelfeld aber schon am Sonntag wieder durch die „raue See“ der Bezirksliga 5 kämpfen.

Lüdenscheid - Zwei Siege, nur ein Gegentor: Trainer Marco Sadowski hätte eigentlich keinen Grund, seine Startelf im Gastspiel beim SV Ottfingen (Sonntag, 15 Uhr, „Am Siepen“) umzubauen, doch Bezirksligist Rot-Weiß Lüdenscheid wird durch verschiedene Faktoren dazu gezwungen.

Der Coach muss nämlich wohl auf ein Spielerquartett gegenüber dem Heimerfolg über Salchendorf verzichten und macht sich vor allem Sorgen um seine zuletzt stabilisierte Defensive. Den Ausfall von Keeper Rouven Noll (Kurzurlaub) können die Bergstädter wegen des Comebacks von Stammtorhüter Jonas Brackmann sicher verkraften, schwerer wiegen die Ausfälle von Außenverteidiger Hendrik Dunkel (Gelb-Rot-Sperre) und wohl auch Gürkan Besirlioglu (Mandelentzündung), zumal mit Soufian Maatalla (Probleme im Fußgelenk) ein weiterer potenzieller Defensivspieler weiterhin nicht zur Verfügung steht.

 Und auch vorn gehen die Rot-Weißen nicht „ungerupft“ in die Partie im sportlich wenig geliebten „Wendener Land“ (der letzte Sieg in Ottfingen bei allerdings auch Phasen unterschiedlicher Klassenzugehörigkeit liegt beinahe zehn Jahre zurück). Denn mit Patrick Klatt fällt der in den letzten drei Begegnungen glücklose Torjäger mit einer Entzündung der Lymphdrüsen aus. Froh ist Sadowski daher doppelt, dass mit Youngster Lennard Adams (nach muskulären Problemen) und Winter-Neuzugang Robin Breitenbach (nach Ablauf seiner Rot-Sperre) wenigstens zwei Alternativen wieder zur Verfügung stehen, die den Bergstädtern schon am Siepen weiterhelfen können.

 Im Duell mit den lange abstiegsbedrohten und noch nicht endgültig gesicherten Schwarz-Gelben, die nach dem Wechsel zu Trainer Dirk Martin einen erheblichen Leistungsaufschwung erlebten, allerdings zuletzt dem TuS Grünenbaum unterlagen, erwartet RWL-Coach Sadowski einen „unbequemen Gastgeber.“ Er sieht den SV als „kampfstarke Truppe mit einer sehr guten defensiven Grundordnung, die kompakt steht."

Gerade Abwehrchef Finke, vor allem aber auch der bärenstarke Colak auf der „6“ hatten den Rot-Weißen schon beim 2:2 im Hinspiel am Nattenberg das Leben mehr als schwer gemacht. „Da muss bei uns alles passen, wenn wir gewinnen wollen“, meint Sadowski.

RWL: Brackmann, Kalpakis – Breitenbach, Sattler, Katsaros, Besirlioglu (?), Adams, Scheerer, Sommer, El Hadje, Schönrath, El Alami, Urbas, Klukowski, Rizzi

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