Brockmann springt bei Bergzeitfahren aufs Treppchen

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Jens-Christian Brockmann aus Wiblingwerde kam beim Bergzeitfahren zur Siegquelle auf Platz zwei.

Siegen/Wiblingwerde - Ein Hauch von Profiluft beim Bergzeitfahren des TV Jahn Siegen: Der Wettkampf über 6,6 Kilometer mit mehr als 300 Höhenmetern von Walpersdorf hinauf zur Siegquelle avancierte zu einem Kräftemessen der Kletterexperten - mit Radsportler Jens-Christian Brockmann aus Wiblingwerde.

Der heimische Pedalero war mittendrin und landete nach einer starken Leistung einmal mehr auf dem Podest. Die schnellste Zeit fuhr der Franzose Pascal Manderont mit 12:50 Minuten (30,9 km/h) – da das Rennen aber nicht für internationale Lizenzfahrer ausgeschrieben war, gewann Yannic Distel (12:59/30,5 km/h) vom RSV Düren vor Lokalmatador Jens-Christian Brockmann (13:15/29,9 km/h). 

„Das sind schon Topzeiten, die hier gefahren wurden, ganz nah am Streckenrekord“, bemerkte Jahn-Rennorganisator Stefan Rebohl. Die in den 80er Jahren aufgestellte Bestzeit von Martin Güldenpfennig (12:40 Minuten) wackelte bei der diesjährigen Auflage gewaltig. 

Nur wenige Sekunden fehlten den besten drei Fahrern, deren Palmarès aller Ehren wert sind: Manderont gewann beispielsweise Ende August das „Rad Race“ hinauf zum Feldberg im Taunus und überzeugte auch schon am legendären Tour-de-France-Anstieg zum Mont Ventoux in der Provence. Der offizielle Sieger Distel absolvierte vor Monatsfrist die durch den Radsport-Weltverband UCI veranstaltete „Tour de Guadeloupe“ und steht als Elite-A-Fahrer kurz vor der Profiklasse. 

Brockmanns Erfolge in dieser Saison sind mit dem achten Platz beim Race Across The Alps – dem härtesten Ein-Tages-Rennen der Welt – und dem Sieg beim Alpenbrevet vor gut zwei Wochen ebenfalls außergewöhnlich. „Ich bin am Limit gefahren, mehr ging nicht“, äußerte Brockmann, der als fairer Sportsmann den etwas schnelleren Kollegen zu ihrer Leistung gratulierte. 

Die Top-Fahrer um den Sauerländer demonstrierten beim Rennen Tempohärte: Auf der zunächst noch sanft ansteigenden Straße brachten sie den Tacho schon auf mehr als 40 km/h und gingen beim fast neunprozentigen Schlussanstieg mit fast 30 km/h an die Grenze. Platz drei in der Tageswertung bedeutete für Brockmann als Langstreckenspezialist gegenüber den beiden Zeitfahrspezialisten ein starkes Resultat.

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