Wiblingwerder Brockmann siegt beim Alpenbrevet

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Jens-Christian Brockmann aus Wiblingwerde feierte nach fast zehn Stunden im Sattel den Sieg.

Wiblingwerde - Bergspezialist Jens-Christian Brockmann hat das rund 270 Kilometer lange und mit mehr als 7 000 Höhenmetern gespickte Alpenbrevet in der Schweiz gewonnen. Der Radsportler aus Wiblingwerde überquerte nach 9:37:29 Stunden die Ziellinie.

„Das war mal ein echtes Rennen“, äußerte Brockmann angesichts des Zweikampfes, den er sich bis zur Schlussphase mit Verfolger Krzysztof Skupke (9:44:02) geliefert hatte. Beide Kletterexperten diktierten beim Alpenbrevet, das über die fünf Pässe Grimsel (2 164 m), Nufenen (2 478 m), Lukmanier (1 915 m), Oberalp (2 044 m) und Susten (2 224 m) verlief, von Beginn an das Tempo des Feldes.

 Am mit durchschnittlich vier Prozent nicht ganz so steilen, aber mit über 40 Kilometer doch sehr langen Lukmanier setzten sich die beiden aus der Spitzengruppe ab und fuhren gemeinsam vorneweg. 

„Zunächst haben wir uns in der Führungsarbeit noch abgewechselt. Aber irgendwann war klar, dass es um den Sieg geht. Und dann fährt man natürlich für sich, insbesondere dann, wenn man auch mehr Führungsarbeit geleistet hat“, ließ Brockmann den Rennverlauf Revue passieren. 

Zwei gelungene Attacken führten ihn zum Sieg: Zunächst nahm er Skupke am Oberalp 42 Sekunden ab, ehe er beim Schlussanstieg noch einmal den Turbo zündete und die Susten-Passhöhe fast fünf Minuten schneller erklomm als sein Verfolger. Trotz des eigentlich komfortablen Vorsprungs war sich der Sauerländer Pedalero des Sieges allerdings noch nicht gewiss: „Ich bin nicht der ganz so schnelle Abfahrer und deswegen habe ich immer noch befürchtet, dass es noch eng werden und er noch einmal aufschließen könnte.“ 

Denn immerhin waren bis zum Ziel in Meiringen von der Passhöhe aus noch etwa 30 Kilometer zu absolvieren. Aber Brockmann verteidigte seinen Vorsprung letztlich recht problemlos und feierte beim Alpenbrevet bereits seinen dritten Triumph – mit einer neuen Bestzeit und einem Stundenmittel von fast 30 km/h. 

Ein Dankeschön richtete Brockmann an seinen jungen Schweizer Begleiter Simon Kehrli: Der 16-Jährige war ein „Wasserträger“ auf der Vespa und sorgte für die Verpflegung auf der Marathondistanz. Nach diesem Sieg über die Langdistanz will der für den TV Jahn Siegen fahrende Sauerländer am 10. September auch das Bergzeitfahren seines Vereins hinauf zur Siegquelle gewinnen.

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