Handball-Verbandsligist holt Linkshänder aus der Nachbarschaft

Basti Mühlbauer aus Lüdenscheid zur HSV Plettenberg/Werdohl

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Wechselt von der HSG Lüdenscheid zum Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl: Sebastian Mühlbauer.

Werdohl - Auf der Suche nach Verstärkungen ist Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl in direkter Nachbarschaft fündig geworden. Von der HSG Lüdenscheid lotst Trainer Friedhelm Ziel Linkshänder Sebastian Mühlbauer ins Lennetal.

Der Youngster, der in der kommenden Spielzeit aus der HSG-Zweitvertretung heraus eigentlich einen Anlauf ins Aufgebot des Landesligateams von Trainer Volker Schnippering unternehmen sollte und wollte, entschied sich für das Angebot des Verbandsligisten und könne bei der HSV laut Ziel „gut in das Spielsystem eingebunden werden“. Mühlbauer soll vornehmlich im rechten Rückraum zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus wird mit Christoph Kämper ein weiterer ehemaliger HSG-Akteur zukünftig für die Plettenberger und Werdohler auflaufen. Im Gegensatz zu Mühlbauer, den Ziel noch vor drei Jahren in der damaligen Oberliga-A-Jugend der SGSH Juniors trainierte und aus dieser Zeit bestens kennt, spielte Kämper in den Planungen der Bergstädter längst keine Rolle mehr, wurde bereits im Herbst vergangenen Jahres suspendiert. Seitdem hält sich der Kreisläufer auch bei der HSV fit und soll nun im Ziel-Team neben Scheuermann eine zweite Option für die Position am Kreis sein.

Auf Begeisterung stieß der kurzfristige Wechsel von Stefan Mühlbauer bei der HSG Lüdenscheid naturgemäß aber nicht. Zwar will und wird die HSG dem jungen Linkshänder keine Steine in den Weg legen, amüsiert ist HSG-Abteilungsleiter Niclas Beckmann über diese Entscheidung aber keineswegs: „Bei allem Verständnis dafür, dass Basti die sportliche Herausforderung in der Verbandsliga reizt, ist der Zeitpunkt mitten in der Vorbereitung natürlich mega ungünstig. Und dass die HSV in der Vorbereitung einen Spieler anspricht, der seit Monaten bei uns zugesagt hat, ist natürlich auch nicht die feine englische Art“, stößt Beckmann der Nachbar sauer auf, wobei er aber auch hinterherschickt: „Wir sind sicher nicht nachtragend und wünschen Basti und der HSV viel Erfolg.“

Fenner ging den umgekehrten Weg

Nachtragend war auch die HSV nicht, als Marcel Fenner im vergangenen Jahr trotz vorheriger Zusage bei der HSV den umgekehrten Weg wählte und von Werdohl zu den Kreisstädtern wechselte. Daher wollte Friedhelm Ziel den kurzfristigen Wechsel Sebastian Mühlbauers am Freitag auch nicht bewerten.

 Abgeschlossen sind die Planungen bei der HSV mit den Zugängen von Mühlbauer und Kämper aber noch nicht. Gesucht wird noch nach einem Rückraumlinken und damit nach einem Ersatz für Marc Bardischewski, der in der neuen Serie bekanntlich für das Oberliga-Team des VfL Eintracht Hagen auflaufen wird. Pointe: Marcel „Locke“ Kämmerer wechselt nach langer Verletzungspause von der HSV zur HSG, stand bei den Lüdenscheidern im ersten Testspiel am Donnerstag beim 33:32 (17:14) gegen den Kreisligisten HSG Lennestadt-Würdinghausen bereits im Tor.

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