Keine Angaben zur Ablösesumme

Werdohler Onur Bulut wechselt zum Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg

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Onur Bulut (links) wechselt vom VfL Bochum zum SC Freiburg.

Werdohl/Freiburg - Es hatte sich abgezeichnet und ist nun offiziell: Onur Bulut, Fußball-Profi aus Werdohl, verlässt den Zweitligisten VfL Bochum trotz Vertrages bis 2017. Er wechselt in diesem Sommer zum Bundesliga-Aufsteiger SC Freiburg.

Am Montagabend machte sich der 22-jährige Sauerländer auf den Weg in den Breisgau und absolvierte am Dienstag den obligatorischen medizinischen Check. Am späten Mittwochvormittag wurde der Deal bekannt gegeben.

Zur Ablösesumme und zu den Vertragsinhalten teilten die Clubs nichts mit. "Seine Entwicklung in der vergangenen Saison war sehr positiv und wir freuen uns, dass Onur nun gemeinsam mit unserer Mannschaft den nächsten Schritt gehen möchte", sagte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier.

Nächster Schritt in der Karriere

Onur Bulut erzielte in der abgelaufenen Zweitliga-Saison vier Treffer.

Onur Bulut macht mit dem Wechsel zum Zweitliga-Meister der abgelaufenen Saison den nächsten Schritt in seiner Karriere. „Vor zwei, drei Wochen“, verriet der 22-jährige Sauerländer im Gespräch mit unserer Redaktion, hätten die Freiburger ihn erstmals kontaktiert. Unmittelbar nach Saisonende – die Bochumer gewannen am Sonntag ohne Bulut zum Saisonausklang beim 1. FC Heidenheim mit 4:2 Treffern – machten die Breisgauer dann Nägel mit Köpfen.

"Gute Adresse für junge Spieler"

„Freiburg ist zurzeit eine ziemlich gute Adresse für junge Spieler. Außerdem ist Christian Streich ein super Trainer – so wie er sich gibt und von der taktischen Ausrichtung her“, benannte der Werdohler Gründe für seine Entscheidung, den VfL nach nunmehr acht Jahren im Jugend- und Profibereich zu verlassen und sich den Schwarzwäldern anzuschließen, die ihm sein Bundesliga-Debüt ermöglichen könnten.

"Ich habe dem VfL viel zu verdanken"

Der Abschied von der Castroper Straße fällt Bulut nicht leicht, vor allem nicht nach dieser Spielzeit, in der sich die Bochumer einen respektablen fünften Platz erkämpften. „Das war sozusagen der Durchbruch – für Bochum und für mich persönlich eine sehr gute Saison“, sagte Bulut. „Ich habe dem VfL viel zu verdanken“, ergänzte er – und behält vor allem die langgezogenen „Buuuuulut“-Rufe als Ritterschlag durch das Bochumer Publikum in Erinnerung. „Das ist nicht selbstverständlich. Das werde ich alles sehr vermissen“, gibt der 22-Jährige zu.

"So viel wie möglich spielen"

Onur Bulut (links) wechselt vom VfL Bochum zum SC Freiburg.

Die Zielsetzung für sein erstes Spieljahr im deutschen Oberhaus ist nach 31 Zweitliga-Einsätzen 2015/16 (vier Tore) klar. „Ich will einfach nur der Mannschaft weiter helfen und so viel wie möglich spielen“, betonte Bulut – und bezogen auf den gesamten Verein: „Das Wichtigste ist, sich so durchzusetzen, dass man früh genug den Abstieg vermeiden kann.“ Dass er sich an der Dreisam erst einmal hinter den etablierten Kräften anstellen muss, befürchtet der Lennetaler nicht. „Die Freiburger zahlen nicht für jemanden unnötig Geld, damit sie ihn dann auf die Bank setzen können.“

Viele Veränderungen

Sportlich kommen auf Bulut in den kommenden Wochen und Monaten also viele Veränderungen zu – und auch privat muss er umdenken. Denn während seiner Bochumer Zeit hatte er die meiste Zeit bei seiner Familie in Werdohl gelebt – und wenn nicht, dann war zumindest der Weg dorthin ein relativ kurzer. „Jetzt werde ich mir in Freiburg wohl eine Wohnung suchen müssen. Aber das wird nicht so einfach, denn die Stadt ist sehr begehrt.“ Offensichtlich auch bei Fußball-Profis...

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