Handball, 3. Liga West

Erster Saisonsieg für die SGSH

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Der Ex-Schalksmühler Philipp Lemke (rechts) erzielte gegen Maciej Dmytruszynski und Co. vor der Pause drei Tore, die Punkte aber nahm die SGSH mit nach Hause.

Ahlen - Im sechsten Saisonspiel feierte Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver den ersten Sieg: Beim ersatzgeschwächten Neuling Ahlener SG setzten sich die Schützlinge von Stefan Neff am Freitagabend 30:28 (13:12) durch. Die Gastgeber mussten neben Keeper Andreas Tesch (mit Bänderriss nur bei einem Siebenmeter einsatzbereit) auch Neuzugang Luca Werner (Schleudertrauma) ersetzen, mit Dimitry Stukalin saß zudem auch ihr bester Torschütze auf der Bank und sollte komplett ohne Torerfolg bleiben. Zwar fehlten auf Gästeseite mit Plessers, Müller und Diehl (alle verletzt) auch drei Spieler – die Breite des Kaders ließ die SGSH diese Ausfälle aber besser kompensieren.

 Der Start vor 1080 Zuschauern gehörte der SGSH. Nach vier torlosen Minuten zu Beginn legte der Gast ein 3:0 vor. Doch die Bertow-Schützlinge, die ihr erstes Tor erst nach neun Minuten erzielten (Siebenmeter Michalczik) kamen zurück. Beim 3:3 waren sie wieder dran. Bei der SGSH hielt die Abwehr nun nicht mehr das, was sie zu Beginn versprochen hatte. Mayer hatte auf der Halbposition Probleme, der zunächst so starke Innenblock mit Luciano und Dmytruszynski tat sich gegen den baumlangen Ferdinand Hümmecke zudem deutlich schwerer als vorher gegen Ex-Zweitliga-Akteur Björn Wiegers.

So kippte die Partie nach dem 6:8 (17.) bis zum 10:8 (23.). Die Ahlener brannten nun, Keeper Niroda hatte in dieser Phase in einem Torwartduell auf hohem Niveau Vorteile gegenüber Dominik Formella. Das sollte nicht so bleiben. Nach 30 Minuten stand es 12:12, doch zur Pause 13:12 für die Gäste, denn Lutz Weßeling gelang das Kunststück mit einem direkt verwandelten Freiwurftor noch für die SGSH-Führung zu sorgen. Es war ein Treffer, der wie eine Initialzündung für die zweiten 30 Minuten wirkte.

Die SGSH war nun ungeheuer präsent, hatte im zweiten Durchgang in Dominik Formella den besseren Torwart in ihren Reihen und in Lutz Weßeling zudem den Shooter, der an diesem Abend den Unterschied ausmachen sollte. Bis zum 15:16 (37.) waren die Ahlener dran, doch im Angriff fiel ihnen jedes Tor schwerer, zumal Rogowski nun eine Pause erhielt, die Alternativen nicht griffen. Auch Stukalin spielte nun, doch er war nur ein Schatten seiner selbst. Der SGSH spielte nach der Pause zudem der kurze Wechselweg für Todor Ruskov und Julian Mayer in die Karten. Ruskov sollte den Abwehrblock stabilisieren, Mayer auf der anderen Seite ganz wichtige Tore erzielten. Nach 41 Minuten war die SGSH bis auf 16:21 enteilt.

Die Ahlener suchten nach Möglichkeiten, die Partie zu drehen, Björn Wiegers griff dabei zu nicht erlaubten Mitteln. Als er in der 45. Minute Weßeling beim Torwurf mit der Faust im Gesicht traf und Weßeling erst einmal benommen liegen blieb, war für den Routinier die Partie vorzeitig beendet. Die guten Referees Sakovski/Schneider (Wuppertal) zeigten Wiegers die Rote Karte (44:32). So hätte es ein ruhiger Arbeit werden können, doch ein solcher wurde es nicht.

Die Ahlener ließen nicht locker, deckten schon bald Weßeling und Mayer kurz, hatten zudem die Halle hinter sich. Dass die SGSH nicht mehr wirklich wackelte, lag an einem so quirligen wie treffsicheren Merhar, der sich gegen die offene Deckung seine Lücken suchte. Dazu hatte der Gast nun anders als in der ersten Hälfte (zwei verworfene Siebenmeter) nun auch eine 100-Prozent-Quote von der Marke (Brüning).

Bis zum 23:29 (55.) war es so ein satter Vorsprung, der auf der Zielgeraden zwar angesichts einiger überhasteter Abschlüsse in der allgemeinen Hektik noch schmolz. Als Mattes Rogowski, der an diesem Abend beste Ahlener auf dem Parkett, zum 28:30 traf, waren es allerdings nur noch 16 Sekunden auf der Uhr. Der erste Saisonsieg für die SGSH war perfekt. Und der wurde in der Friedrich-Ebert-Halle ausgiebig mit den Fans gefeiert.

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