Fußball-Bezirksliga, Staffel 5

RWL erkämpft sich den Relegationsplatz

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Matthias Urbas (3. von links) schoss die Rot-Weißen in der Nachspielzeit endgültig in die Relegation und wurde entsprechend gefeiert.

Lüdenscheid - Jetzt kommt die erste „Alles-oder-Nichts“-Runde, aber zunächst war Jubel gemeinsam mit den in die Landesliga aufgestiegenen A-Junioren angesagt: Durch einen 2:1 (0:1)-Erfolg über die VSV Wenden sicherte sich Rot-Weiß Lüdenscheid den Vizetitel in der Fußball-Bezirksliga 5 und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur Landesliga. 

Gegner in der ersten von möglicherweise vier Runden ist der Vizemeister der Staffel 10, der FC Neuruhrort aus Bochum. Gespielt wird am Donnerstag ab 19.30 Uhr. Austragungsort ist das ESO-Stadion Auf der Emst in Iserlohn, Heimspielstätte des Landesligisten FC Borussia Dröschede.

Bis Rot-Weiß den Vizetitel unter Dach und Fach hatte, mussten die Kicker von Trainer Marco Sadowski ein ganz dickes Brett bohren: Die VSV Wenden entpuppten sich auch vor dem Hintergrund des Sportrechtsstreits um die Freigabe von Hakan Firat als hoch motivierter Gast mit bekannt starker Defensive, die für RWL nicht einfach zu knacken war. Vor allem nach dem frühen Rückstand nicht, den Henne per Kopf nach einem Walker-Freistoß unbedrängt gegen Brackmann markierte, als der laut vernehmlich „Torwart“ gerufen hatte, aber viel zu spät dran war (19.).

Zwar dominierte RWL dann über weite Strecken, fand aber über El Alami (3.), Urbas und Schönrath den Weg ins Tor nicht. Wobei gerade Schönrath, der insgesamt alles überragender Akteur war und Schneider förmlich schwindelig spielte, Glück hatte, dass er nach 25 Minuten noch auf dem Feld war. Denn er hatte im Privatduell mit Husser den Wendener fernab der Kugel im Vorbeilaufen in die Beine getreten und hätte eigentlich „Rot“ sehen müssen. Glück dann nochmals für RWL, als besagter Husser nach dem zweiten Brackmann-Patzer den Ball nur vor den Pfosten jagte (44.).

Wolff zeigt großartige Reaktionen

Nach Wiederbeginn packte RWL alle kämpferischen Qualitäten aus, ließ zwar Tempo beim Umschaltspiel vermissen, hatte dennoch ein halbes Dutzend bester Chancen. Zunächst scheiterte Urbas zweimal, dann glich Schönrath aus (61.). Gegen Katsaros’ Kopfball blieb der starke VSV-Keeper Wolff mit großartiger Reaktion Sieger, parierte auch bei der größten Chance des Spiels gegen Klatt (76.), bevor Gürsoy für den geschlagenen Keeper wieder gegen Klatt auf der Linie klärte (82.).

In der Nachspielzeit lachte aber RWL im Fernduell mit Meinerzhagen das Glück doch noch: Klukowski scheiterte noch an Wolff, doch dann donnerte Urbas die Kugel mit Macht in den Kasten – 2:1, der Rest war Jubel.

RWL: Brackmann – Adams, Sattler, Katsarors, Besirlioglu (90.+5 El Hadje) – Scheerer, Sommer (46. Klatt) – Schönrath, Breitenbach (75. Klukowski,), Urbas – El Alami

VSV:  Wolff – S. Großmann, Hussen. Bäumer, Schneider (81. Kruse) – Shabanaj, Gürsoy – Henne, A. Großmann, Kneisel (78. Hoffmann) – Walker

Schiedsrichter Busch (Arnsberg)

Tore: 0:1 (19.) Henne, 1:1 (61.) Schönrath, 2:1 (90.+2) Urbas

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