Holger Spelsberg feiert ersten Saisonsieg

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Dramatisches Rennen mit Happyend: Der Schalksmühler Holger Spelsberg und sein Teamkollege Tim Schrick aus München fuhren den Roots Racing-Subaru BRZ zum ersten Klassensieg der Saison.

Kreisgebiet - Was für ein Finale beim fünften Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring: Nach mehr als vier Stunden Fahrzeit querte Holger Spelsberg mit 0,163 Sekunden Vorsprung den Zielstrich als Klassensieger.

Für den Schalksmühler und Teamkollege Tim Schrick aus München war es im Roots Racing-Subaru BRZ der erste Saisonsieg. Nicht ins Ziel kam der Lüdenscheider Gerrit Holthaus.

Dabei startete das Wochenende mit einer Schrecksekunde für Spelsberg/Schrick. Nach nicht einmal drei Kilometern in der ersten Trainingsrunde begann der Subaru leicht zu brennen. Sportwarte waren zum Glück schnell zur Stelle, um zu löschen. „Die Hohlschraube auf dem Adapter für den Ölkühler war gebrochen“, erklärte Spelsberg. „Öl entzündete sich am Auspuff und der Motor lief rund vier Sekunden ohne Öldruck. Ich dachte, dass Wochenende ist gelaufen.“ Aber: Innerhalb von einer Stunde bekam die Mechaniker-Mannschaft das Fahrzeug wieder flott.

Vom Ende des 145 Fahrzeuge starken Starterfeldes kämpfte sich Startfahrer Schrick zügig nach vorn. Bei den mit sieben Fahrzeugen besetzten Specials bis 2000 ccm konnte der Münchner bis zum planmäßigen Fahrerwechsel nach zwölf Runden sogar knapp die Führung übernehmen. Das Duell mit dem Renault Clio von Tobias und Daniel Overbeck (beide Kempen) setzte sich auch in der zweiten Rennhälfte fort. Drei Runden vor Schluss wurde es dann dramatisch. „Der Clio war an meinem Heck. Mit Hilfe eines Überrundeten konnte er sich am Ende Start-Ziel an mir vorbeibremsen, bekam aber offensichtlich einen Gang nicht hinein. So war ich wieder vorne“, freute sich Spelsberg.

Kollision in der ersten Kurve

Schon in der ersten Runde war das Rennen für Gerrit Holthaus und den Wuppertaler Stephan Epp im Renault Clio gelaufen. Startfahrer Holthaus wurde bereits in der ersten Kurve in eine Kollision verwickelt. Nach einer so genannten „kurzen Runde“ auf dem Grand-Prix-Kurs ließ Holthaus an den Boxen den Schaden begutachten und einen neuen Reifen aufziehen. „Obwohl der Aufprall schon mächtig war: Bis auf eine verbogene Spurstange und einem daraus resultierenden schiefstehenden Lenkrad sei alles in Ordnung sagten mir meine Mechaniker.“

Der Lüdenscheider hetzte als Letzter dem Feld hinterher, kam aber nur rund zehn Kilometer weit. „Im Bereich Bergwerk bog das Fahrzeug ohne Vorwarnung nach rechts ab. Ich gehe davon aus, dass als Folgeschaden des Startunfalls irgendwas gebrochen ist. Ich prallte jedenfalls frontal in die Leitplanken. Das war es dann.“

„Endlich ein Erfolgserlebnis, aber ohne Happy-End“, sagte Bernd Hömberg, der sich den Porsche 997 mit dem Litauer Liudas Vastakas und Fahrzeugeigner Wolfgang Destree (Zornheim) teilte. Der Plettenberger war Startfahrer und markierte im zweiten Umlauf in 8:43,903 Minuten eine neue persönliche Bestzeit. In der fünften Runde brach im Bereich Karussell die linke Antriebswelle. „An der gleichen Stelle brach im freien Training die rechte. Ich könnte nur noch heulen“, sagte Hömberg.

Elektronikprobleme bei Theisen

Der Opel Astra Cup war mit acht Teams gut besetzt. Am Steuer des vom Lüdenscheider Team Automobile Theisen betreuten Astra wechselten sich Volker, Robin und Lena Strycek (alle Dehrn) ab. Das Trio lag immer in den Top Vier, als Elektronikprobleme für eine rund 15-minütige Standzeit sorgten. Mehr als Platz sechs war somit nicht mehr möglich.

Bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm führte das Radevormwalder race & event-Team lange. Doch dann bemerkte Pilot Thomas Schmid (Willich) Abgase im Fahrzeug. Teamchef Martin Mohr blieb nach einem Auspuffbruch nichts anderes übrig, als den Audi TT abzustellen.

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