Holthaus landet Hattrick

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Mehr als zufrieden: Der Lüdenscheider Gerrit Holthaus holte beim dritten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring als Startfahrer auf Renault Clio bereits den dritten Sieg in Serie.

Kreisgebiet - Auch beim dritten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft blieben die Formkurven für den Lüdenscheider Gerrit Holthaus sowie den Schalksmühler Holger Spelsberg konstant: Während Holthaus den dritten Sieg in Folge holte, sah Spelsberg erneut nicht das Ziel.

„Ich bin natürlich wieder super zufrieden“, strahlte Holthaus im Ziel. „Unser Renault Clio lief einmal mehr perfekt. Und wir hatten Reserven, sind eigentlich nicht ans Limit gegangen.“ Der 32-Jährige legte als Startfahrer den Grundstein zum Erfolg, Teamkollege Stephan Epp (Wuppertal) brachte den 225 PS starken Fronttriebler ins Ziel. Holthaus: „Nach dem Start habe ich sogar bewusst Teilnehmer aus anderen Klassen vorbeigelassen, weil ich nicht in deren Duelle geraten wollte. Die ‘dicken Brummer’ aus der GT3-Klasse fahren schon rücksichtslos genug, da sollte man zumindest mit den anderen Fahrzeugen möglichst kein Risiko eingehen. Jetzt hoffe ich einfach auf ein paar mehr Starter in unserer Klasse SP3 in den nächsten Rennen.“

Denn aufgrund des starterzahlenabhängigen Punktesystems sind Holthaus/Epp derzeit nur das viertbeste Team in der Tabelle.

Anderer Moto für Spelsberg/Schrick

Aber sieben Rennen stehen noch auf dem Programm. In derselben Klasse erlebten Holger Spelsberg und Tim Schrick (München) zumindest ein gutes Training. Sieben Runden drehte das Duo mit dem Subaru BRZ – so viele, wie noch nie zuvor in so kurzer Zeit. „Wir fahren jetzt einen anderen Motor“; sagte Spelsberg. „Der ist mehr auf Standfestigkeit ausgelegt als auf Leistung. Wir müssen mit dem neuen Auto einfach Kilometer sammeln und lernen.“ Im Rennen dauerte die Fahrt indes nur drei Umläufe. Spelsberg: „Wir haben ein Elektrikproblem: An der Benzinpumpe kommt zu wenig Strom an. Leider eine kleine Ursache mit großer Wirkung.“ Auch das Lüdenscheider Team Automobile Theisen sah nicht das Ziel. Die Mannschaft rund um Peter, Thomas und Tanja Theisen betreute einmal mehr den Opel Astra OPC des Familienteams Volker, Robin und Lena Strycek (alle Dehrn). In Führung liegend, löste sich der Frontsplitter – ein unplanmäßiger Boxenstopp war die Folge. Kaum war der Astra wieder im Rennen, gab es eine Kollision mit einem Porsche, dieses Mal ging sogar der Splitter verloren. „Um noch größeren Schaden zu vermeiden haben wir dann lieber aufgegeben“, sagte Thomas Theisen. Für Bernd Hömberg war nach 17 Runden Feierabend.

Getreibes des Porsche 997 Cup streikt

Im Porsche 997 Cup, den sich der Plettenberger mit Wolfgang Destree (Zornheim) und dem Litauer Liudas Vastakas teilte, streikte dann das Getriebe. Beim race & event-Audi TT brach in der dritten von vier Rennstunden ein Teil der Radaufhängung vorne links. Das Trio Heinz Schmersal (Wuppertal), Thomas Schmid (Willich) und Markus Oestreich (Petersberg) verlor somit den sicher geglaubten Podiumsrang in der Klasse. „Wir vermuten einen Folgeschaden bedingt durch eine vorangegangene Kollision“, sagte Teammanager Martin Mohr. Es war übrigens der erste technisch bedingte Ausfall für die Radevormwalder Mannschaft seit dem dritten VLN-Rennen 2013.

Stand in der Meisterschaft nach drei von zehn Rennen:

1.Mies/Schrey (BMW M235i) 29,25 Punkte; 3.Müller/Riemer/Thiemann (BMW M3) 28,86; 6. Jacoma/Karch (Porsche Cayman) 28,17; 8. Holthaus/Epp (Renault Clio) 27,57. Insgesamt 579 in Wertung.

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