Wechselbad der Gefühle

Gerrit Holthaus und Stephan Epp bleiben auf dem Nürburgring ungeschlagen. Sie feierten im zweiten Rennen ihren zweiten Sieg.

Kreisgebiet - Zweites Rennen, zweiter Sieg: Der Lüdenscheider Gerrit Holthaus und Stephan Epp aus Wuppertal bleiben dieses Jahr auf dem Nürburgring unbesiegt.

Auch beim zweiten Rennen zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring feierte das Duo am Steuer des Renault Clio einen Klassensieg. „Das Rennen war richtig gut, wir hatten von Anfang an alles im Griff. Aber es war ein hartes Stück Arbeit und vor allem ein Wechselbad der Gefühle“, sagte der 32-Jährige.

Im verregneten Zeittraining markierten Holthaus/Epp die zweitbeste Zeit bei den Specials bis 2000 ccm. Doch dann begann das große Zittern in den rund 90 Minuten bis zum Beginn der Einführungsrunde fürs Rennen. „Das Drosselklappen-Potentiometer ist defekt. Wir haben nicht mehr die volle Motorleistung und würden vermutlich keine vier Stunden Renndistanz überstehen“, sagte Holthaus. Ein Mechaniker machte sich auf den Weg ins 40 Minuten entfernte Mechernich, besorgte das Teil und kehrte wieder zurück. Der Wechsel im Rennwagen erfolgte blitzschnell, und Startfahrer Epp erreichte auf den letzten Drücker die Startaufstellung. Holthaus: „Der Sieg gebührt heute unseren Jungs, die einen traumhaften Job gemacht haben.“ Wobei die Fahrer auch ihren Teil dazu beitrugen. Denn zu Beginn und in der Schlussphase machte Regen die Strecke extrem glatt.

Das Duo leistete sich keinen Fehler und hatte am Ende über eine Runde Vorsprung auf den nächsten Verfolger. Dieses Mal besiegten die beiden acht andere Teilnehmer, vier mehr als beim ersten Rennen. Das gab mehr Punkte für die Meisterschaft. Erstmals in diesem Jahr griff Bernd Hömberg ins Lenkrad. Der eigene Porsche 911 GT3-Cup wurde in der Zwischenzeit verkauft und der Plettenberger bündelt nun seine Kräfte mit dem Zornheimer Wolfgang Destree. Eingesetzt wird ein Porsche 997 Cup in der Gruppe H über 3000 ccm. „Wolfgang startet seit rund 30 Jahren am Nürburgring und hat sehr viel Erfahrung. Wir haben ein gutes Paket geschnürt und hoffen auf Erfolge.“

Beim zweiten VLN-Rennen wurden sie vom Litauer Liudas Vastakas unterstützt. Dieser blieb in der 13. Runde allerdings ohne Sprit im Streckenabschnitt Schwalbenschwanz liegen. Bis die Mechaniker von außerhalb frischen Kraftstoff angeliefert hatten, vergingen rund 25 Minuten. Mehr als Platz drei von drei Startern war somit in der Klasse nicht mehr möglich.

Nur das freie Training absolvierten der Schalksmühler Holger Spelsberg sowie Tim Schrick (München). Aufgrund von Öldruckproblemen im Motor des Subaru BRZ wurde die Nennung für das Rennen zurückgezogen

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