Das Pokalfinale noch nicht abgeschrieben

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Spielertrainer Pascal Loskand (rechts) und die MSF Tornado Kierspe wollen in Philippsburg den Drei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel wettmachen.

Kierspe - Können die MSF Tornado Kierspe das Ruder noch einmal herumreißen und doch ins Finale um den ADAC-Motoball-Pokal einziehen? Diese Frage stellen sich nach der 8:11-Heimniederlage im Hinspiel gegen den MSC Philippsburg eigentlich nur Optimisten, aber von denen scheint es im Lager der Tornados eine Vielzahl zu geben.

Denn sowohl die Spieler als auch der Trainerstab haben die Finalteilnahme noch nicht abgeschrieben. „Es wird natürlich schwer, aber wir werden um unsere Chance kämpfen“, erklärt Spielertrainer Pascal Loskand, der mit seiner Mannschaft die notwendigen Lehren aus der unerwarteten Niederlage gezogen haben will. Vor allem in der Defensive müssen die Kiersper im Rückspiel am Sonntag (15 Uhr, Sportplatz An den Pfählmorgen) ihre zuvor über Monate gezeigte Stabilität wiederfinden, um nicht noch einmal derart viele Gegentreffer wie im ersten Duell zu kassieren.

„Wir sind von der Philippsburger Offensivkraft schlichtweg überrascht gewesen“, gibt Trainer Heinz Lembcke unumwunden zu. Vor allem die Leistung und Treffsicherheit des bis dato kaum in Erscheinung getretenen Nuri Arslan hatten die Tornados so nicht auf ihrem Vorbereitungszettel gehabt.

Letzterer sieht angesichts der Erfahrungen des Hinspiels nun vielseitiger und deutlich präziser aus. „Wir wollen die beiden Aktivposten Zoll und Arslan nicht noch einmal so ins Kombinationsspiel kommen lassen“, benennt Lembcke seine oberste Priorität, die ein von Beginn an aufmerksames Defensivverhalten nötig macht, das auch nach selbst erzielten Treffern nicht nachlassen darf. Im Hinspiel setzte es für die Tornados schließlich gleich zwei Mal einen Gegentreffer, als der vorherige eigene Torjubel noch nicht ganz verhallt war. Das waren Tiefschläge, die deutlich auf die Stimmung schlugen und damit erheblich zur Niederlage beitrugen.

„Konzentration“ ist daher Heinz Lembckes Schlagwort; er erwartet von seinen Spielern, dass sie am Sonntag nun Wiedergutmachung betreiben. „Wir spielen mit allen Aktiven des Hinspiels, so dass jeder Einzelne seinen Teil dazu beitragen kann“, versucht der Tornado-Trainer die Mannschaft bei der Ehre zu packen.

Für Pascal Loskand zählt neben der gefestigten Abwehr auch eine verbesserte Trefferquote zum Erfolgsplan. „Wir dürfen nicht wieder so viele Chancen ungenutzt lassen und dadurch den gegnerischen Torhüter aufbauen“, sagt der im Hinspiel erfolgreichste Tornado-Torschütze, der sich dabei bewusst nicht ausschließt. „Wir glauben an unsere Chance, auch wenn wir dafür am Sonntag alles geben müssen und alle Rädchen ineinander passen müssen“, möchte Loskand trotz der Drei-Tore-Hypothek das Pokalfinale erreichen.

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