MSF Tornado untermauern ihre Vormachtstellung

+
Nach offenem Schlagabtausch im Auftaktviertel gab es für den MBC danach nur noch selten ein Durchkommen.

Kierspe - Die MSF Tornado Kierspe bleiben die unangefochtene Nummer eins im Kiersper Motoball. Als 16:4-Sieger demonstrierten sie im Derby gegen den Stadtrivalen MBC ein weiteres Mal ihre Vorherrschaft, die der MBC einzig bis zum Zwischenstand von 3:2 im ersten Viertel in Frage stellen konnte. Danach spielten vor allem Pascal Loskand und Oliver Sinn mit den Blauen Katz’ und Maus.

Die ersten 20 Minuten waren allerdings ein mitreißender Auftakt, der beiden Lagern Grund zur Hoffnung gab. „Ein verheißungsvoller Beginn“, umschrieb es MBC-Trainer Lothar Grabs, während sein Tornado-Pendant Christian Beer entgegnete: „Da waren wir einfach noch zu nachlässig.“ Er mahnte Ruhe und ein strukturiertes Spiel der Tornados an, nachdem diese zunächst den offenen Schlagabtausch gesucht hatten. Diese Forderung fand bei den Spielern Gehör, denn diese Taktik führte, ergänzt durch schnelle Konter und die Aktionen von Sinn und Loskand, zum 10:3-Pausenstand.

Letzterer wurde allerdings auch wesentlich durch Maschinendefekte des MBC begünstigt, der im zweiten Viertel zeitweilig mit einem Spieler weniger und in ständig wechselnder Besetzung auf dem Platz stand. Genau in dieser Phase wussten die Tornados das Tempo zu steigern und schufen die Grundlage für den deutlichen Sieg. Sieben Treffer in den zweiten 20 Minuten boten reichlich Anlass für Jubelposen auf der einen und Kopfschütteln auf der anderen Seite.

Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken nutzten die Tornados fortan die Möglichkeit, zu experimentieren und sich schon etwas auf das DM-Viertelfinale vorzubereiten. Welche Mannschaft aus der Bundesliga Süd hier am 10. und 17. September der Gegner sein wird, entscheidet sich erst am letzten Spieltag. Denn das Duell der beiden punktgleichen Anwärter MSC Taifun Mörsch und MSC Ubstadt-Weiher endete 3:3, und auch Tabellenführer MSC Puma Kuppenheim ist nach seinem 1:1-Remis in Durmersheim noch nicht „durch“. Für Heinz Lembcke wäre Taifun Mörsch der Wunschgegner – allerdings so sagt er, „nehmen wir es so, wie es kommt“.

Lothar Grabs beschäftigten hingegen ganz andere Gedanken. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sprach der MBC-Trainer nach der denkwürdigen Niederlage. Vor allem die Vielzahl an Maschinenproblemen ließ ihm kaum eine Möglichkeit, überhaupt irgendwie Einfluss auf das Spiel seiner Mannschaft zu nehmen. Vor allem im zweiten und dritten Viertel hatte es den Anschein, als habe der MBC die interne Absprache getroffen, dass nach jeder Minute ein anderer Spieler sein Gefährt vom Platz schieben sollte. Von daher waren die Monteure nicht minder gefordert als die Aktiven auf dem Feld.

Mit entgeistertem Blick stellte Lothar Grabs nach dem Spiel fest, dass ihm und seinem Team nach dem 3:2 im ersten Viertel überhaupt keine Möglichkeit blieb, die Partie noch einmal in geordnete Bahnen zu führen. „Uns bot sich keine Gelegenheit, auch nur eine Spur von Konstanz in unser Spiel zu bekommen“, haderte Grabs mit der Technik – wohl wissend, dass in dieser Woche mehr Werkstattarbeit denn Training stattfinden wird.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare