FSV geht mit breiter Brust ins Spitzenspiel

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Die FSV um Philip Fischer (rechts) will die weiße Weste des BSV Menden beflecken.

Werdohl - Wer hätte das vor wenigen Wochen vermutet? Das MK-Derby der Fußball-Landesliga zwischen dem BSV Menden und der FSV Werdohl ist am Sonntag (15 Uhr, Huckenohl-Stadion) das Spitzenspiel des 5. Spieltages.

Zusammen mit den Dröscheder Borussen verbuchte der BSV aus den ersten vier Punktspielen die Maximalausbeute von zwölf Zählern und kassierte noch keinen Gegentreffer. „Menden hat eine eingespielte Mannschaft, die gut sortiert ist und defensiv wenig anbrennen lässt“, weiß FSV-Trainer Manuel Sander, der mit seinem ebenfalls gut gestarteten Team zum Huckenohl fahren will, um die bislang blütenweiße Weste der Hönnestädter zu beflecken. „Unser Anreiz und unsere Motivation ist es, dass wir die ersten sein wollen, die dem BSV in dieser Saison Punkte abnehmen“, sagt der 32-Jährige.

Nach drei Siegen in Serie ohne Gegentreffer und mitunter überzeugenden Auftritten ist auch die Brust der FSV ein Stück weit breiter geworden und die Auftaktniederlage bei den „Zebras“ in Hennen längst abgehakt. Die Riesei-Kicker überzeugten vor allem beim letztwöchigen 3:0-Heimerfolg gegen Aufsteiger SpVg Hagen 11 im Kollektiv. Gründe für Sander, vom bewährten 4:4:2-System im MK-Derby abzuweichen, gibt es daher keine. „Wir wollen kompakt stehen und immer wieder Nadelstiche setzen“, gibt „Manni“ die Richtung vor. Dass das Spitzenspiel auf Naturrasen ausgetragen wird, wertet der FSV-Coach nicht als Nachteil. „Wir werden damit klar kommen. Wichtig wird sein, dass wir von Anfang an die richtige Einstellung finden.“

Um Veränderungen in der Startformation wird der 32-Jährige am Sonntag nicht umhinkommen, weil Kapitän Lukas Kessler nicht mit an Bord sein wird. Der Grund für den Ausfall des Führungsspielers ist allerdings ein höchst erfreulicher. „Lukas ist am Mittwoch Vater geworden. Wir freuen uns alle mit ihm und sind der Meinung, dass er sich am Wochenende die Ruhe antun soll“, sagt Manuel Sander. Studienbedingt erneut fehlen wird Emre Aydin, der Einsatz von Marcus Brüll ist fraglich. Der Außenverteidiger zog sich bei einem Zusammenstoß im Training eine Platzwunde über der Augenbraue zu.

Bleibt der Blick auf den BSV, gegen den die FSV in der Vorsaison lediglich einen Zähler holte (1:2-Niederlage in Menden, 2:2 am Riesei). Mit Kapitän Marcel Dickehut und Routinier Manuel Huff verfügt Sven Nieder über zwei robuste Defensiveckpfeiler und mit Marcel Hoffmann über einen brandgefährlichen Angreifer. Mike Davids, Oleg Kretz und Ivan Anicito sind belebende Elemente im Offensivspiel der Hönnestädter. Nicht zu vergessen BSV-Urgestein Wolfgang Leipertz, der mit seiner langjährigen Erfahrung und mit oftmals klugen Pässen die Teamkollegen immer wieder in Szene setzen kann.

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