300 Triathleten gehen in Altena an den Start

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In der Wechselzone im Freibad dürfen die Athleten die Räder lediglich schieben.

Altena - Mit einer anspruchsvollen Radstrecke meldet sich der Mark-E-Triathlon nach zweijähriger Zwangspause am Sonntag zurück. Der erste Startschuss im Freibad Dahle fällt um 8.30 Uhr für den Volks- und Kurztriathlon, danach beginnen drei Liga-Wettkämpfe. Mit rund 300 Startern ist die Wettkampfkombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen komplett ausgebucht. Mehr als 100 Helfer werden im Einsatz sein.

Der Triathlon ist eine Mischung aus Ehrgeiz, der Überwindung des berüchtigten inneren Schweinehundes, der richtigen Technik und angesichts der zurückzulegenden Distanzen gewissermaßen auch ein langer Weg, bei sich selbst anzukommen. Von der Faszination, die dieser Ausdauersport ausübt, sollen sich am Sonntag möglichst viele Altenaer überzeugen. Das jedenfalls wünscht sich die ausrichtende Schwimm-Sport-Gemeinschaft (SSG) Altena, deren Mitglieder monatelang mit viel Engagement und Herzblut die Planungen vorangetrieben haben. „Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Zuschauer das Geschehen verfolgen würden“, sagt Mirco Gluth, dem zusammen mit Sebastian Bergfeld die Gesamtleitung obliegt.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Mark-E-Triathlons werden die Ausdauersportler auf einer verkürzten Radstrecke unterwegs sein. Die Streckenführung verläuft vom Dahler Freibad aus auf den Kohlberg bis zur Einfahrt des Kohlberghauses. Von dort geht es zurück Richtung Altena – bis zum zweiten Wendepunkt auf Höhe der Firma Möhling. Dadurch steigt der sportliche Anspruch für alle Starter. Wer den Kurztriathlon und damit unter anderem 40 Kilometer Radfahren in Angriff nimmt, bewältigt auf sechs Runden insgesamt 1460 Höhenmeter. Für Teilnehmer des Volkstriathlons und für die Starter der Landesliga-Mitte sind es drei Runden und dementsprechend 730 Höhenmeter. Die Strecke wird vom Ordnungsamt, THW, DRK und Helfern der SSG abgesichert und komplett für Autofahrer gesperrt sein.

Weil vor allem der untere Teil der Strecke aufgrund etlicher Schlaglöcher eher einer Buckelpiste gleicht, haben die SSG-Verantwortlichen zum Landesbetrieb Straßenbau NRW Kontakt aufgenommen und laut Gluth die Zusage bekommen, das noch am Freitag die Löcher geflickt werden sollen. „Davon profitieren alle Dahler“, betont Gluth. Für Anwohner und Autofahrer, die wegen der Straßensperrungen am Sonntag in der Zeit von 8.30 Uhr bis 14 Uhr Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, eine ebenso erfreuliche Nachricht wie für die Athleten. Das Thema Sicherheit genießt bei allem sportlichen Ehrgeiz schließlich höchste Priorität. Die Wechselzone befindet sich im Freibad.

Bevor die Teams der Landesliga-Mitte sowie der Regionalliga Männer und Frauen am Sonntag um wichtige Liga-Punkte wetteifern, sind zunächst die 50 „freien Starter“ an der Reihe. Angeboten werden der Kurztriathlon (1km Schwimmen, 40km Radfahren, 10km Laufen) sowie der Volkstriathlon (500m, 20km, 5km), in dessen Rahmen auch der Altenaer Stadtmeister ermittelt wird (wir berichteten).

Die identischen Distanzen wie beim Volkstriathlon nehmen ab 9 Uhr dann auch die Athleten der Landesliga-Mitte in Angriff. Zur Freude der SSG starten alle 25 Liga-Teams in der Burgstadt. Da eine Landesliga-Mannschaft aus vier Athleten besteht, sind es exakt 100 Ausdauerspezialisten, die in diesem Wettkampf auf Zeitenjagd gehen. Nach den Wettkämpfen in Hagen und Kamen ist der Mark-E-Triathlon die dritte Station vor dem Finale am 20. August in Hückeswagen. Das Tableau führt derzeit das Triathlon-Team Alte/TuS Jahn Ohle mit 51 Punkten knapp vor dem TV Attendorn (50) an. Für Spannung ist in Dahle also aus heimischer Sicht allemal gesorgt. Mit Tri Speed Herscheid II und dem RC Lüdenscheid II sind zwei weitere heimische LandesligaMannschaften am Start.

Die erste Mannschaft des RC Lüdenscheid, die nach Platz fünf in Gütersloh und Rang 13 in Harsewinkel Mitte Juni mit dem zweiten Platz in Rheydt für einen Paukenschlag in der Regionalliga der Männer sorgte, will sich freilich auch in der direkten Nachbarschaft gut präsentieren, geht mit 41 Punkten als Tabellenfünfter in den vierten von insgesamt fünf Wettkämpfen. Indes: die Personalprobleme sind enorm. „Speerspitze“ René Dörmbach absolviert am Sonntag den Ironman in Frankfurt, wo mit Florian Hanakam und Oliver Kleinschmidt zwei weitere Teammitglieder als Betreuer im Einsatz sind. So vervollständigen neben den Stammkräften Raphael Gösmann und Aljoscha Busenius der sportliche Leiter Niko Kalogeropoulos („Wenn ich an die Radstrecke denke, wird mir ganz mulmig“) und Torsten Neuhaus das Quartett, wobei Letztgenannter zudem noch gehandicapt ist (Knieprobleme). Von daher halten sich die Erwartungen der Bergstädter in Grenzen. Die 18 Regionalliga-Teams absolvieren nach der Sprintdistanz in Rheydt beim Mark-E-Triathlon nun wieder die Kurzdistanz, gleiches gilt für den Triathlon der Regionalliga-Frauen (80 Starterinnen).

Die 27. Auflage des Triathlons in Altena wird zugleich die letzte unter dem Sponsoring der Mark-E sein. Für die Wettkämpfe in den nächsten Jahren befindet sich die SSG aber bereist auf der Suche nach einem neuen Partner.

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