Altena hat einen Tischtennis-Weltmeister

+
Großer Erfolg für den Altenaer Manfred Nieswand (2. von links). Bei den Tischtennis-Seniorenweltmeisterschaften stand „Nisi“ in der Klasse der 60- bis 64-Jährigen am Ende ganz oben auf dem Treppchen.

Altena - Die Burgstadt hat einen Weltmeister. Bei den Tischtennis-Seniorenweltmeisterschaften im spanischen Alicante holte der für den TTC Schwalbe Bergneustadt aufschlagende Manfred Nieswand den WM-Titel im Einzel der Klasse der 60 bis 64-Jährigen.

„Mein Sieg war schon etwas überraschend, weil alle Topleute am Start waren“, sagte der hoch dekorierte ehemalige Bundesligaspieler, der erst vor wenigen Wochen Deutscher Meister wurde und sich in der Hafenstadt an der Costa Blanca nun also die globale Krone aufsetzte. Knapp 510 „Tischtennis-Veteranen“ aus fast allen Teilen der Welt gingen bei dieser gigantischen Mammutveranstaltung allein in der Klasse der 60 bis 64-Jährigen an den Start – der Beste aber kam aus Altena.

Auf dem Weg zum Titel benötigte Nieswand nach drei Siegen in der Gruppenphase acht weitere in der K.o.-Runde. Die härteste Nuss, die es auf dem Weg zur Goldmedaille zu knacken galt, war der Chinese Hai Qi Cui im Halbfinale. In einem packenden Fünfsatzkrimi behielt „Nisi“ knapp die Oberhand und löste mit einem 13:11, 9:11, 11:7, 5:11 und 12:10 das Finalticket. „Die Partie war richtig eng, aber nicht schön. Die Chinesen spielen zum Teil mit merkwürdigen Belägen“, betonte Nieswand, der in der kommenden Saison mit der vierten Mannschaft des TTC Schwalbe Bergneustadt in der Verbandsliga an die Tische treten wird.

Im WM-Endspiel schließlich ließ sich der mehrfache Deutsche Meister aus Altena die Butter nicht mehr vom Brot kratzen und setzte sich letztlich überlegen mit 7:11, 11:5, 11:5 und 11:6 gegen den Australier Craig Campbell durch. Die Freude über seinen ersten WM-Titel war bei dem 60-Jährigen, der von seiner Gattin begleitet wurde, dementsprechend groß. „Es waren tolle zehn Tage in Alicante. Bei der größten Tischtennis-Veranstaltung der Welt vor rund 4000 Zuschauern zu spielen, war schon etwas ganz Besonderes“, betonte Nieswand, der die Zeit an der Costa Blanca genoss. Vor und nach den Partien, vor allem aber an den freien Tagen, nutzten „Nisi“ und seine Frau das „tolle Wetter“ für ein paar entspannte Stunden unter der spanischen Sonne. Am Montag schließlich ging es zurück nach Deutschland und ins Lennetal – mit WM-Gold und besten Erinnerungen im Gepäck.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare