Ausbau der Vitrine nötig

+

Balve - Titel Nummer vier bei einem großen internationalen Turnier ist perfekt: Nach 2011 (EM) und 2012 (EM und WM) haben die Balver Mammuts am vergangenen Wochenende im spanischen Denia an der Costa Blanca die Europameisterschaft im Segway-Polo gewonnen.

In einem spannenden Finale setzten sich die Sauerländer mit 2:0 gegen die unter dem Namen „Expendables“ firmierende Schweiz durch. Mit einer spontanen Feier auf dem Platz, bei der natürlich auch eine Sektdusche nicht fehlte, feierten die Mammuts und die ebenfalls aus Balve bei der EM gestarteten Cavemen (6. Platz) gemeinsam den Titel.

„Das ist ein toller Erfolg für den Verein, wir werden nun etwas um- und vielleicht sogar anbauen müssen“, meinte Teamchef Martin Skiba mit Blick auf die neue etwa 40 Zentimeter große EM-Trophäe, durch die es in der schon gut gefüllten Vitrine der Mammuts-Hauspizzeria „Etna“ ziemlich eng wird.

Das Endspiel gegen die Schweiz war eine Neuauflage des Vorrundenspiels, aus dem die „Expandables“ noch mit 4:2 als Sieger vom Platz gingen. „Wir waren gewarnt und haben uns eine gute Verteidigungsstrategie überlegt“, lag der Grundstein zum Titelgewinn in der gewählten Taktik: „Expandables“-Torjäger Daniel Hatch, der aufgrund seiner Präzision im Abschluss und seiner Gewandtheit als einer der besten Segway-Polo-Spieler der Welt gilt, nahmen die „Mammuts“ durch gute Teamarbeit aus dem Spiel – dem Goalgetter der Gegner wurde der Schussweg im richtigen Moment zugefahren.

Immer wieder gelang es den Sauerländern auch, das Tor der Schweizer unter Druck zu setzen: „Die einstudierten Spielzüge haben sich ausgezahlt“, berichtete Teamchef Skiba von einem gut herausgespielten Führungstor, das Dirk Motejat markierte. Im über vier Chukka zu je acht Minuten gespielten Finale sorgte Peter Sudermann im vorletzten Abschnitt für die Vorentscheidung: Der später zum „Most Valuable Player“ gewählte Sauerländer krönte sein technisch versiertes Solo zum 2:0.

Im Abschluss-Chukka lieferten die Schweizer ein Beispiel für das Fairnessbuch des Sports: Als die beiden Schiedsrichter Olaf Funke (Deutschland) und Marc Weller (England) nach einer turbulenten Spielsituation einen Penalty für die „Expendables“ aussprechen wollten, verhinderte dies Torjäger Hatch und verzichtete damit auf die mögliche Chance seines Teams zum Anschlusstreffer. „Das war vorbildlich, eine tolle Geste“, meinte Skiba. Mit einer beeindruckenden Siegerehrung setzte der Veranstalter einen schönen Schlusspunkt unter ein bestens organisiertes Turnier.

„Es war ein emotional bewegendes Bild, als Kapitän Kai vom Lehn mit dem Pokal und der Mannschaft auf der Empore des Stadions triumphierte“, fühlte sich nicht nur Teamchef Skiba an die aus Fußball-Champions League oder Fußball-WM und EM bekannten Titelübergaben erinnert.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare