4. Lüdenscheider Schachtage

Der Kämmerer schlägt den Großmeister

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Bürgermeister Dieter Dzewas und Stadtkämmerer Karl-Heinz Blasweiler eröffneten am Dienstagmorgen die 4. Lüdenscheider Schachtage im Stern-Center.

Lüdenscheid - Es war die Art von Start in die 4. Lüdenscheider Schachtage, die Appetit gemacht hat auf mehr: Direkt am ersten Tag ging es im Stern-Center auf den Schachbrettern richtig rund. Mit schönen Siegen für den einen oder anderen Außenseiter und vielen leuchtenden Kinderaugen, die sich einfangen ließen von der Faszination des königlichen Spiels.

Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas und sein Stadtkämmerer Karl-Heinz Blasweiler, ein ausgewiesener Freund des Schachspiels, hatten am Dienstagmorgen die 4. Schachtage im Stern-Center eröffnet: Im Schultraining mit den Grundschülern der Adolf-Kolping-Schule machte das Duo gemeinsam mit dem Essener Großmeister Sebastian Siebrecht den ersten Zug. Am ersten Tag besuchten drei Schulgruppen aus der Bergstadt die Schachbühne im großen Einkaufscenter in der Lüdenscheider City. Nach den Schülern der Kolping-Schule folgten bis 15 Uhr noch Gruppen der Pestalozzi-Grundschule und aus dem Offenen Ganztag der Grundschule Lösenbach. 

Neben Sebastian Siebrecht waren auch der Internationale Meister Georgios Souleidis aus Hamburg und Mara Jelica, Internationale Meisterin der Frauen mit Heimatort Dortmund, als Trainer mit von der Partie. Ein bewährtes Team, das bei den Jungen und Mädchen Begeisterung fürs königliche Spiel weckte. Die 90 Minuten pro Schule – sie gingen fast zu schnell um, jedenfalls nach dem Geschmack der Grundschüler. 

Zwei Niederlagen für Jelica im Simultanmatch

Am Nachmittag dann kamen neben dem Nachwuchs auch die Erwachsenen zum Zug. Für den ersten Paukenschlag sorgte der Stadtkämmerer: Karl-Heinz Blasweiler versuchte sich beim Showact „Schlag den Großmeister“ im Handicap-Blitz gegen Sebastian Siebrecht. Siebrecht hatte mit einer Minute Bedenkzeit gegenüber fünf Minuten für seine Gegner erst elf Kontrahenten besiegt – gegen Blasweiler erwischte es ihn dann aber im letzten Spiel. Und der Kämmerer verriet mit einem gewagten, aber gut vorgetragenen Wolga-Gambit gute Schach-Kenntnisse und drehte nach einem Turmverlust eine eigentlich eher nicht zu gewinnende Partie mit einer tollen Leistung noch zum überraschenden Sieg.

4. Lüdenscheider Schachtage Tag 1

Danach gehörte die Bühne Mara Jelica. Die zehnfache Teilnehmerin für Kroatien und Bosnien an Schach-Olympiaden trat zum Simultan-Match an. Rund 35 Partien spielte sie und lief 90 Minuten lang im Kreis bis ihr „fast ein wenig schwindelig war.“ Geschlagen geben musste sich die Dortmunderin nur zweimal. Zum einen gegen den routinierten Verbandsliga-Spieler des MS Halver-Schalksmühle, Ralph Kämper. Zum anderen gegen ein Talent aus dem Landesleistungsstützpunkt in Hemer: Youngster Leander Maas, Neunter der NRW-U12-Meisterschaft, gelang eine richtig schöne Siegpartie, auf die er stolz sein durfte. Da staunte auch Jürgen von der Lippe, der vor seinem abendlichen Auftritt im Kulturhaus zu den Kiebitzen im Center gehörte, nicht schlecht. 

Überhaupt war es der Tag des jungen Hohenlimburgers: Im ersten offenen Blitzturnier der Schachwoche belegte Maass hinter Ralph Kämper (MSHS) und vor Jan-Oliver Klippert (SvG Plettenberg) Rang zwei. Das Trio qualifizierte sich in einem Feld aus Vereins- und Hobbyspielern fürs große Finalturnier am Samstagnachmittag auf der Stern-Center-Bühne.

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