Heimspielsonntag in BGL-Halle

Sonntagsmarathon der HSG-Handballer 

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HSG-Boss Sören Miossec bemüht sich bei der Rückkehr in die BGL-Halle wie die übrigen Leistungsteams der Bergstädter um Wiedergutmachung für die Auftaktpleiten.

Lüdenscheid - Nach weit mehr als einem Jahr feiern die Handballer der HSG Lüdenscheid am Sonntag ihr Comeback an ihrer Traditionsspielstätte mit einem Marathon-Spieltag in der Sporthalle des Bergstadt-Gymnasiums. Von zwölf bis kurz vor 20 Uhr stehen vier Heimspiele der beiden ersten Frauen- und Männermannschaften auf dem Programm, die zum Saisonauftakt auswärts komplett leer ausgegangen waren.    

Landesliga, Männer: HSG Lüdenscheid I - VfL Eintracht Hagen III (Sonntag, 18 Uhr):  Zeit zum Wunden lecken bleibt nicht. Eine Woche nach dem blamablen Saisoneinstand in Bösperde wird die HSG stattdessen erneut dicke Bretter bohren müssen, denn die Eintrachtler überraschten zum Saisoneinstieg mit einem sicheren Heimsieg gegen die SG Menden Sauerland Wölfe II (Ex-Schwitten), obwohl weder Neutrainer Levent Cengiz noch Drittligacoach Lars Hepp als Stabilisierungsfaktoren für die junge Truppe die Schuhe geschnürt hatten. „Technisch gut ausgebildet mit viel Tempo, eine sehr stabile 6:0-Deckung und ein starker Torhüter“, charakterisiert HSG-Trainer Volker Schnippering den Gast vom Sonntag nach Videostudium.

 „Das A und O ist sicher unser Rücklaufverhalten, das unbedingt funktionieren muss“, hat Schnippering einen wichtigen Baustein für ein erfolgreiches Heimdebüt ausgemacht. In Bösperde freilich lag das Problem der Bergstädter vor allem im Angriff: „Wir dürfen nicht wild und unvorbereitet drauf losballern, sondern müssen geduldig auf unsere Chancen warten und versuchen, die gute Eintracht-Deckung in Bewegung zu bringen“, hofft der Coach auf eine Steigerung in allen Teamteilen. Zwar fehlen mit Calvin Broscheit, Stefan Froitzheim (verletzt) sowie Urlauber Sebastian Bölling drei Akteure, aber der Coach freut sich, dass neben den „Aushilfen“ Alex Nitsch („Zweite“) und Florian Paetz (reaktiviert) sich auch der studienbedingt bis zur Winterpause abgemeldete Moritz Winkhaus, während der sechswöchigen Ausfallzeit von Rechtsaußen Broscheit (Bänderverletzung) sofort in den Dienst der Mannschaft stellt.

Bezirksliga, Männer: HSG Lüdenscheid II - TG Voerde (Sonntag, 16 Uhr):   Bange machen gilt nicht: Zwar kommt mit der TG Voerde der bärenstarke Aufsteiger und Überraschungstabellenführer des ersten Spieltags, doch die HSG Lüdenscheid II will die Rückkehr an die traditionelle Spielstätte unbedingt mit einem Sieg feiern.  „Sie spielen mit Tempo, sind flink und operieren mit offensiver Deckung auf Ballgewinne“, schätzt Mirus aber den Gast hoch ein, den er beim Kantersieg gegen TS Evingsen unter die Lupe genommen hatte. Da spielten die Voerder freilich ohne ihren Kreisläufer-„Riesen“ und -Routinier Dirk Stratmann. Den 44-jährigen haben die Bergstädter aber durchaus auf der Rechnung, weil er immer noch zum Dreh- und Angelpunkt des Offensivspiels werden kann. „Von daher haben wir einen Matchplan mit und ohne Stratmann.“

Der HSG-Reserve stehen aber nur acht Feldspieler zur Verfügung. Neben Nitsch („Erste“), Lenz (Urlaub) und Lombardi (Prüfungen) haben sich nämlich auch Orlowski (Urlaub) und Urban (privat verhindert) für das Voerde-Spiel abgemeldet.

Frauen-Landesliga: HSG Lüdenscheid I - DJK SG Bösperde (Sonntag, 14 Uhr):   Trotz Startniederlage in Gevelsberg ist HSG-Neu-Trainer Markus Heß nach den beiden Vorjahressiegen zuversichtlich: „Und es wird wieder ein Sieg angepeilt." Wobei ein Aspekt des DJK-Auftaktspiels am vergangenen Wochenende gegen den TuS Ferndorf Heß Respekt abnötigt: „Bösperde scheint gut in der Abwehr zu stehen.“ Die Sieben aus dem Mendener Ortsteil ließ in der Heimpartie gerade einmal 15 Tore der Nordsiegerländerinnen zu – da genügten auch schon 16 eigene Treffer für einen Erfolg. Nicht mitwirken können bei der geplanten Wiedergutmachung für das 22:26 bei der HSG Gevelsberg/Silschede allerdings die Rückraumspielerinnen Nina Lausen (Urlaub) und Catalyn Ott (Studium).

Frauen-Bezirksliga: HSG Lüdenscheid II - SG Schalksmühle-Halver (Sonntag, 12 Uhr):  Eigentlich hatten der in Derbys stets vorhandene Schuss "Zusatzadrenalin" bei den HSG-Frauen die nach schlechter Vorbereitung noch vorhandenen körperlichen Defizite ausgleichen sollen, doch zahlreiche neue Ausfälle stempeln das Aufsteigerteam von Trainer Detlev Nebert im Duell mit dem Mitfavoriten und der "Zweigstelle" (fünf Ex-HSGerinnen stehen im Paffenbach-Team) zum krassen Außenseiter.  Neben den Langzeitausfällen Balz, von Oepen und Bohms fehlen nämlich auch Scholz (Familienfeier), Mara Schnabel (berufsbedingt), Georgi (Klassenfahrt) und Seckelmann (erkrankt). „So können eigentlich nicht punkten“, sagt Nebert.

„Spiele gegen die HSG sind immer etwas besonderes“, sagt SGSH-Trainerin Martina Pfaffenbach. Allen voran die körperbetonte Spielweise der Lüdenscheiderinnen bereitete der SGSH in der Vergangenheit Probleme. „Mittlerweile sind wir besser daran gewöhnt und können selbst dagegenhalten“, sieht sich die Trainerin gut gewappnet. Wieder dabei sind Katharina Kaiser und Romina Graf, während Franziska Kaiser (Urlaub) fehlt.

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