Lichtspiele und Phil Lausen

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Angesichts des Schmalspuraufgebots kam Florian Füller im HSG-Team nicht nur als Linksaußen, sondern auch im Rückraum zum Einsatz.

Lüdenscheid - Licht und Schatten des Landesligisten HSG Lüdenscheid waren im vorletzten Test beim 29:21 (13:11)-Erfolg gegen den mittelrheinischen Ligarivalen HSG Marienheide-Müllenbach erwartet worden, aber nicht in doppelter Hinsicht.

Kam das Auf- und Ab in Lüdenscheids Form angesichts nur acht Feldspielern – dabei nur drei gelernte Rückraumkräfte – nicht überraschend, so sorgte aber ein Defekt in der Hallenlichtsteuerung in der ARG-Sporthalle am Wehberg für überaus störende, schnell wechselnde Hell- und Dunkelspiele vor dem Tor der Gastgeber wie in der Disko, erschwerte vor allem den Lüdenscheider Torhütern das Spiel. Umso erstaunlicher, dass Robin Clemens – sehr ordentlich – und Marcel Kämmerer – sehr gut – ihre Gegenüber um Längen ausstachen.

Es entwickelte sich zunächst ein weitgehend ausgeglichenes Spiel, in dem die Truppe von Trainer Volker Schnippering sichtlich bemüht war, sich in der -zigsten Neubesetzung der Vorbereitung zu finden. Mit vielen Anlaufschwierigkeiten natürlich, die nach 20 Minuten in einem 7:9-Rückstand mündeten, weil auch die 6:0-Deckung der Hausherren diesmal überhaupt nicht griff. Immerhin – der Druck aufs Gaspedal in der Schlussphase von Halbzeit eins und drei blitzsaubere Tore von Kevin Plate bescherte den Bergstädtern noch eine knappe 13:11-Halbzeitführung. Mit recht defensiv ausgerichteter 3:2:1-Deckung nach Wiederbeginn stabilisierten sich die Hausherren und bauten ihren Vorsprung bis zum 19:15 (40.) aus. Bis dahin spielte die oberbergische HSG mit ihrem gut gefüllten Kader aber noch gut mit, bis die Gäste den Fokus der Konzentration nach zwei umstrittenen Entscheidungen zu Unrecht beinahe ausschließlich auf die Schiedsrichterinnen richteten.

 Auf dem Feld ging nichts mehr. Überhaupt kein Mittel fanden die Gäste in der Defensive vor allem gegen den alles überragenden Phil Lausen, der bis zum 29:21-Endstand nicht weniger als 14 (!) Mal einnetzte.

Lüd.: Clemens (1.-30.), Kämmerer (ab 31.) - Weichelt (3), Füller (1), Kroll (1), Plate (5), Lausen (14), Jaschke (5), Froitzheim, Miossec

Schiedsrichterinnen: Osterkamp/Balz (Lüdenscheid)

Zeitstrafen: Lüd. 3, M-M 4

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