Folz wechselt in die Wattenscheider Talentschmiede

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Aus dem Lennetal ins Ruhrgebiet: Leichtathletin Franziska Folz wechselt nach den Ferien in das Sportinternat in Bochum-Wattenscheid und wird zukünftig für den TV Wattenscheid starten.

Altena - Es ist in Schritt, den sich Franziska Folz zusammen mit ihrer Familie reiflich überlegt hat. Es ist aber auch ein Schritt in die Selbstständigkeit, dem die 16-jährige Leichtathletin mit Vorfreude entgegensieht. Nach den Sommerferien wechselt Franziska Folz vom Burggymnasium Altena in das Sportinternat in Bochum-Wattenscheid und wird zukünftig auch nicht mehr für die LG MTV/StR Altena, sondern für die große Talentschmiede des TV Wattenscheid starten.

Nach der seit Jahren überaus erfolgreichen Alexandra Esser vom TV Wiblingwerde gilt Franziska Folz zusammen mit Laura Bleul von der LG Halver-Schalksmühle in den technischen Disziplinen als eines der größten Talente des Kreises Lüdenscheid der vergangenen Jahre. Die junge Burgstädterin wurde in ihrer Paradedisziplin Kugelstoßen bereits Kreismeisterin, Südwestfälische Meisterin, Vize-Westfalenmeisterin und Zweite bei den Westdeutschen Meisterschaften in der Altersklasse U16. Inzwischen muss Folz altersbedingt in der U18 starten, misst sich dort bei den meisten Wettkämpfen (noch) mit der ein Jahr älteren Konkurrenz. In ihrem Jahrgang (2000) aber gehört die Altenaerin zu den Führenden auf westfälischer Ebene. Erst am vergangenen Samstag wurde Franziska Folz bei den westfälischen Jugendmeisterschaften im Gütersloher Leichtathletikzentrum Nord Vierte im Kugelstoßen der U18. Hätte es eine separate Wertung für den Jahrgang 2000 gegeben – Folz wäre Erste geworden.

Obwohl sie das Treppchen in Gütersloh knapp verpasste, war es ein gutes Wochenende für die Altenaerin, weil sie mit gestoßenen 12,50m ihr erstes Formtief ihrer noch so jungen sportlichen Laufbahn wohl beendete. Ende Januar hatte die 16-Jährige bei den Westdeutschen Hallenmeisterschaften in Leverkusen erstmals den Endkampf verpasst – und daran mental einige Zeit zu knacken gehabt. Mit 12,16m blieb sie im Rheinland mehr als einen Meter unter ihrer persönlichen Bestleistung von 13,19m. Spätestens seit Gütersloh scheint dieses Tief nun überwunden.

Weil die Leistungen von Franziska Folz aber vor der kleinen Formschwäche stark und vielversprechend waren, wurde die gebürtige Lüdenscheiderin Simone Lüth auf das heimische Talent aufmerksam. Lüth ist beim TV Wattenscheid hauptamtliche Trainerin in den technischen Disziplinen und lud Franziska Folz im Frühjahr für eine Probewoche nach Wattenscheid ein.

„Ich hatte dort genügend Zeit, mir das Sportinternat anzuschauen. Und es hat mir sehr, sehr gut gefallen“, sagt die Altenaerin. So gut sogar, dass sie nach den Ferien in diese Eliteschule des Sports einziehen und sich der Talentschmiede des TV Wattenscheid anschließen wird. „Ich möchte mich im Sport weiterentwickeln, meine Technik und meine Weite verbessern“, betont die 16-Jährige, die in Wattenscheid freilich auch ihr Abitur machen will.

An den Wochenenden wird Franziska Folz – sofern keine Wettkämpfe anstehen – zurück nach Hause kommen, um dann Zeit mit der Familie und ihren Freunden zu verbringen. „Meine Familie steht voll hinter mir“, sagt die 16-Jährige nicht ohne Stolz.

Aus rein sportlicher Sicht, da ist sich Franziska Folz sicher, könnte es für sie keine bessere Förderung als am Olympiastützpunkt in Wattenscheid geben. Ihr Ziel ist schließlich, in den kommenden Jahren bei Deutschen Meisterschaften an den Start zu gehen und sich vielleicht sogar einen Traum zu erfüllen. Den Traum von einer Karriere im Leistungssport.

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