Deutsche Senioren-Meisterschaften

Medaillenjagd der Senioren in Thüringen

Ältester heimischer Starter in Leinefelde: Uwe Rath.

Kreisgebiet - Neben Dirk Maximowitz von der LG Halver-Schalksmühle vertritt ein Trio des TV Wiblingwerde von Freitag bis Sonntag die Farben des heimischen Leichtathletikkreises bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften im thüringischen Leinefelde-Worbis. Von den üblichen Verdächtigen des Kreises fehlt mit Jutta Steinhanses-Kordt diesmal eine Medaillen-Kandidatin der LG Plettenberg/Herscheid. Knapp 1300 Athleten aus 664 Vereinen werden im Leinesportpark erwartet.

Nach Leinefelde-Worbis, die Kleinstadt im thüringischen Landkreis Eichsfeld, ist bereits am Donnerstag LGHS-Sportwart Dirk Maximowitz aufgebrochen. In der Altersklasse M50 will der Halveraner am Freitag und Samstag insgesamt drei Starts absolvieren – wenn es denn der Zeitplan zulässt. Der Freitag ist dabei noch unproblematisch. Die 100 Meter Hürden werden um 15.15 Uhr gelaufen, es ist Maximowitz’ einziger Wettkampf an diesem Tag. Die Erwartungen? – „Eine neue Bestzeit“, sagt der Routinier, für den bis dato 16,25 Sekunden zu Buche stehen. Das ist im Feld der acht gemeldeten Teilnehmer die sechstbeste Zeit. 

„Wenn es absolut super läuft, ist vielleicht auch eine 15,90 drin“, sagt Maximowitz, aber selbst das dürfte nicht für Edelmetall reichen. Zeitlich eng könnte es am Samstag werden für den Halveraner. Der Dreisprung-Wettbewerb startet um 9 Uhr, die 400 Meter Hürden gerade einmal zehn Minuten später. „In der M 45 lagen die Wettkämpfe anders, ich hoffe, es passt trotzdem irgendwie“, so Maximowitz, für den über die Hürden-Distanz 69,26 Sekunden als Vormeldung zu Buche stehen. 

Aber: Diese Zeit stammt aus dem vergangenen Jahr, in diesem Jahr lief Maximowitz zu Pfingsten bis dato nur eine 72er-Zeit, allerdings noch über die sieben Zentimeter höheren M45-Hürden. Inzwischen sind „nur“ noch 84 Zentimeter zu bewältigen, die Aussichten auf eine Steigerung sind also gut. Im Dreisprung schließlich geht der Halveraner mit einer Vorleistung von 10,89 Meter in den Wettkampf – das ist die neuntbeste Weite. 10,50 bis 11 Meter sind wohl das realistische Ziel hier. 

Bei Gertraud Rüsch läuft es noch nicht so richtig

Am Donnerstagmorgen hat sich auch Gertraud Rüsch auf den Weg nach Thüringen gemacht, weil für die Kreis-Wettkampfwartin am Freitag schon ab 10 Uhr der erste Wettkampf in der Altersklasse W 65 ansteht. Im Speerwurf benötigt Rüsch allerdings einen Sahnetag, um aufs Treppchen zu kommen. Mit 21,83 Meter geht die TVW-Athletin mit der siebtbesten Vorleistung an den Start. Topfavoritin auf Gold ist Dr. Kristina Hanke (SSV Heidenau), die den Speer in diesem Jahr bereits auf 28,30 Meter jagte. Aus Zittau kehrte Rüsch im vergangenen Jahr mit der Goldmedaille in ihrer Paradedisziplin Kugelstoßen zurück. Diesen Coup wiederholen zu können, dürfte mit Blick auf die Vorleistungen allerdings ein schwieriges Unterfangen werden. Denn mit der Weite von 10,97 Meter ist die drei Jahre jüngere Brigitte Bonadt (SSV Heidenau) haushohe Favoritin auf den DM-Titel, bei Rüsch stehen 8,95 Meter zu Buche. 

„Es läuft in diesem Jahr noch nicht“, sagte die Wiblingwerderin, die im vergangenen Jahr beim Sieg in Zittau die Kugel auf 9,53m gestoßen hatte. Die Chancen auf einen Platz auf dem Treppchen hat Gertraud Rüsch aber beim Kugelstoßen am Samstagabend allemal. 

Hoffnung auf Edelmetall darf sich auch Vereinskamerad Lothar Dresel machen. Mit Blick auf die Vorleistungen ist der M 65-Athlet mit seinen 38,10 Meter im Speerwurf nicht weit weg von den Favoriten. In diesem Wettkampf, der für Dresel der einzige sein wird, ist Spannung an der Spitze garantiert. Ältester heimischer Starter in Thüringen wird Uwe Rath vom TV Wiblingwerde sein. Der M 80-Athlet absolviert zwei Wettkämpfe in den technischen Disziplinen. Aussichten auf eine Medaille hat Rath eher mit dem Speer als mit der Kugel.

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