Große Enttäuschung bei Sprinter Tim Dahlhaus

Mönchengladbach - Mit einer großen Enttäuschung endete der Auftritt von Tim Dahlhaus am ersten Tag der Deutschen Jugendmeisterschaften im Mönchengladbacher Grenzlandstadion. Denn über 400 Meter schied der Sprinter der LG Lüdenscheid in der U18-Klasse im Vorlauf mit mäßigen 51,71 Sekunden aus.

Von den 39 gemeldeten Läufern gingen am Freitagmittag am Niederrhein letztlich lediglich 28 an den Start, wurden in vier Vorläufe eingeteilt. Der 17-jährige Bergstädter erwischte im dritten Vorlauf die ungünstige Bahn acht, war laut Trainer Johannes Riedel aber bis 300 Meter „voll im Soll“.

„Tim ist nicht zu schnell angegangen, was auf der Außenbahn schon einmal passieren kann, ist mit einer 36er-Zeit auf die Zielgerade eingebogen. Was dann aber passiert ist, ist mir völlig unerklärlich“, musste der Coach mitansehen, wie sein Schützling ausgerechnet zum Saisonhöhepunkt auf den letzten 100 Metern regelrecht einbrach.

Fast eine Sekunde über persönlicher Bestzeit

Am Ende musste sich Dahlhaus als Fünfter seines Vorlaufs und Gesamt-22. mit mäßigen 51,71 Sekunden bescheiden, blieb damit fast eine Sekunde über seiner persönlichen Bestzeit (50,86).

„Wir werden mal ein ernstes Wörtchen miteinander reden müssen“, kündigt Riedel eine schonungslose Analyse an, stellte unmissverständlich klar, dass übermäßige Nervosität bei der DM-Premiere von Dahlhaus in einer Einzeldisziplin nicht der Grund gewesen sei: „Tim hat sich schon für das Abschlusstraining am Freitag, als wir einige Starts und ein kurzes Anschwitzen machen wollten, abgemeldet, weil ihm schlecht sei. Auf mich hat er aus unerfindlichen Gründen einen total übermüdeten Eindruck gemacht. Mal sehen, was da los gewesen ist.“

Riedel war auch deshalb so sauer, weil bei guten äußeren Bedingungen die Qualifikation für den B-Endlauf absolut möglich gewesen wäre. Denn dafür reichte bereits eine Zeit von 51,22 Sekunden, die ausgerechnet Fabian Döbbel (MTV Bockenem) als Viertplatzierter im Vorlauf von Dahlhaus erzielte.

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