Bei Landesmeisterschaft sechs Medaillen für LTV-Fechter

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Robert Brandts, Yaser Abd El Gawad und Valentin (von links) gewannen bei den Landesmeisterschaften für den LTV 61 Silber im Mannschaftswettbewerb, dazu holten Enders und El Gawad noch Gold und Bronze in der Einzelkonkurrenz. Enders

Lüdenscheid - Am Wochenende richtete der Westfälische Fechterbund in Gütersloh die Landesmeisterschaften aus. Mit dabei war auch ein größeres Aufgebot von Degenfechtern des LTV 61, und die Bergstädter hatten am Ende allen Grund zur Freude, traten sie doch mit zwei Gold-, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen in den Einzelkonkurrenzen sowie einer weiteren Silbermedaille im Team- wettbewerb die Heimreise an.

Am Samstag starteten vom LTV die B-Jugendliche Margo Bingener im Jahrgang 2003 und im jüngeren Jahrgang 2004 Joelle Courouble und Jacques Selve, die erstmals mit dem langen und schweren Degen fechten müssen. Und für Courouble lief es vorzüglich, sicherte sie sich doch unter vier Konkurrentinnen den Titel. Einzig wirkliche Herausforderung in der Vorrunde war ihre spätere Finalgegnerin Fabienne Arnd vom Quernheimer FC, die sie zunächst mit 5:4 und später dann mit 10:9 besiegte.

Selve hatte sechs Gegner und musste neben vier Siegen in der Vorrunde zwei Niederlagen quittieren. In den Direktausscheidungen brachten ihn zwei weitere Siege gegen den Quernheimer Nelissen und den Mindener Lohse ins Finale, das er gegen Rasmus Ohlsson aus Hamm mit 6:10 verlor – Silber.

Bingener hatte derweil einen unglücklichen Start: In den fünf Vorrundengefechten musste sie zwei knappe 4:5-Niederlagen, konnte nur zwei Gefechte gewinnen. Im ersten Direktausscheidungsgefecht lief es dafür umso besser, sie besiegte Anna Palz aus Neheim 10:5, im Halbfinale behielt allerdings die Paderbornerin Charlotte Ahaus mit 10:5 die Oberhand, sodass für Bingener noch die Bronzemedaille blieb.

Eine böse Überraschung erwartete die drei Juniorinnen Jasmin Nagler, Julia Nagler und Marie Courouble. Sie hätten eigentlich erst Sonntag starten müssen, kurzfristig hatte der Verband die Konkurrenz jedoch auf Samstag vorverlegt. Da aber stellten sich die drei als Obleute für ihre Vereinkameraden zur Verfügung, waren ohne Fechtsachen angereist. Der LTV überlegt noch mit anderen betroffenen Vereinen, ob durch einen Protest Chancen bestehen, dass die Meisterschaft für die Juniorinnen wiederholt wird, zumal auch andere Punkte der Ausschreibung nicht korrekt waren.

Am Sonntag machten sich dann Yaser Abd El Gawad, Valentin Enders und als Youngster des Jahrgangs 2002 Robert Brandts auf den Weg nach Ostwestfalen. Am Start waren 20 Junioren der Jahrgänge 1997 bis 2002. El Gawad und Enders konnte alle Vorrundengefechte gewinnen, Brandts patzte gegen den Neheimer Elias Vormweg. In der Setzliste lag er damit auf Platz sieben und hatte mit dem Hagener Behrens bereits anfangs ein schweres Gefecht. Eine 14:15-Niederlage schickte ihn in die anstrengenden Hoffnungsläufe: Gegen Simon Kerper vom TSV Hagen retter er sich nach 10:13-Rückstand noch in die Verlängerung, setzte dort den entscheidenden Treffer. Gegen einen weiteren Hagener, Andrian Selve, zog Brandts aber mit 9:15 den Kürzeren, konnte mit Rang fünf dennoch hochzufrieden sein.

El Gawad ließ nach seiner starken Vorrunde zwei weitere Siege folgen, zog dann aber im Halbfinale gegen Seuthe mit 11:15 den Kürzeren, womit eine weitere Bronzemedaille für den LTV perfekt war.

Enders hingegen gewann sein Halbfinale gegen Moritz Schumacher (Hagen) recht souverän mit 15:11, und war auch im Finale gegen Seuthe auf einem sehr guten Weg. Nach dem 14:10 schlich sich aber Leichtsinn ein, sein Gegner glich zum 14:14 aus. Dann aber behielt Enders die Nerven, setzte den Siegtreffer zum 15:14, womit sein erster Landesmeistertitel im Einzel perfekt war.

Danach starteten die drei Lüdenscheider noch im Mannschaftswettkampf, für den vier Teams gemeldet hatten. Gegen Quernheim/Bielefeld siegten El Gawad, Enders und Brandts locker mit 45:25, verloren dann aber doch etwas überraschend gegen wie entfesselt auftrumpfende Fechter vom TSV Hagen (im Halbfinale 42:41 gegen Warendorf/Paderborn) nach zwischenzeitlichem Zehn-Punkte-Rückstand mit 42:45, sodass es „nur“ für Silber reichte. - se/Ku

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