Inline-Skaterhockey

Der Traum platzt in der Overtime

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Die Sauerland Steel Bulls und der HC Merdingen schenkten sich nichts.

Lüdenscheid/Merdingen - Schluss, aus und vorbei: Der Traum vom Erstligaaufstieg ist für die Sauerland Steel Bulls auch in diesem Jahr geplatzt: Nach einem wahren Krimi verloren die „Bullen“ das dritte und entscheidende Play-Off-Viertelfinale gegen den HC Merdingen am Sonntagabend mit 13:14 (3:4, 2:4, 5:2, 3:4)-Toren im Breisgau nach Verlängerung.

Besonders bitter: Die Bergstädter führten in der Verlängerung bereits 12:10 und hatten damit das Tor zum Halbfinale weit aufgestoßen, ehe eine völlig unnötige, aber vollkommen berechtigte Rote Karte gegen Robin Krause die „Bullen“ um den verdienten Lohn brachte. 

„Nach dem 12:10 war Merdingen schon mausetot. Die Arbeit einer ganzen Saison ist damit nun kaputt“, rang ein fassungsloser SSB-Vorsitzender Norbert Krause Minuten nach dem Spiel nach Worten. Vor der Partie hatte Süd-Staffelmeister Merdingen mit einem Flammkuchen-Gewinnspiel um Besucher geworben. Dabei bot das Spiel selbst schon beste Kost. 2:0, 2:3, 4:3 – bereits das erste Drittel lieferte einen Fingerzeig, dass keines der beiden Teams nur im Geringsten daran dachte, auch nur einen Zentimeter Boden herzuschenken. 

Die Steel Bulls agierten zu diesem Zeitpunkt schon mit einem Mann weniger. Mike Grünschläger hatte nach einem „fiesen Check“ (O-Ton Krause) die Gelb-Rote Karte gesehen. Die Gastgeber übernahmen im zweiten Drittel zunächst das Kommando und zogen über 6:3 auf 8:4 davon. 

Bei „4 gegen 4“ stellten die Steel Bulls grundsätzlich das gefälligere Quartett, im Schlussabschnitt riefen die Gäste dann auch noch eine wahre Energieleistung ab und kamen tatsächlich zum 10:10-Ausgleich, der die Verlängerung bedeutete. 

In dieser bereiteten Jacobs und Prince zunächst den Boden für eine Gäste-Feier, dann leistete Robin Krause seinem Team einen Bärendienst. Die fünfminütige Überzahl nutzte der HCM zu vier Treffern. Der Anschlusstreffer durch Jacobs in der letzten Minute der Verlängerung kam letztlich zu spät.

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