Aktuell drei Punkte zu wenig

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Mike Ortwein verlor mit den Highlandern gegen Essen und Köln-West.

Lüdenscheid - Zuversicht hatte sich bei den Highlandern nach dem Drei-Punkte-Wochenende in Bayern breit gemacht, doch die Ernüchterung folgte prompt: Dem 2:9 an Vatertag beim Deutschen Meister Rockets Essen folgte am Samstag die 4:7-Heimpleite gegen den HC Köln-West Rheinos.

Der Verlauf der Partien indes war gänzlich unterschiedlich. In Essen nämlich standen die „Schotten“ komplett auf verlorenem Posten, waren mit dem Ergebnis sogar noch bestens bedient. Wäre da nicht ein Nationaltorhüter Jonas Mohr in Bestform gewesen, hätten die Sauerländer die Heimreise mit einem satten zweistelligen Debakel im Gepäck angetreten.

Auch zwei Tage später gegen die Domstädter ragte Mohr in der BGL-Sporthalle bei den Gastgebern heraus. Trainer Robert Simon ist froh, dass er insgesamt drei gute Torhüter im Kader hat: „Sowohl Sven Rotheuler in Bayern als auch jetzt Jonas Mohr in den letzten beiden Spielen haben gut gehalten.“ Dazu hat man mit Julian Klein einen weiteren sicheren Rückhalt in der Hinterhand. Größtes Problem am Samstag war indes, dass die Bergstädter im gesamten Verlauf einem Rückstand hinterherliefen und immer dann, wenn sie selbst ein Tor erzielt hatten und wieder dran waren, einen weiteren Gegentreffer kassierten.

"Wir sind noch nicht so weit"

Nutznießer war in erster Linie Mohrs Nationalmannschaftskollege Robin Weisheit, dessen Qualitäten den Highlandern aus vielen Vergleichen eigentlich bekannt sein sollten: Gleich sechsmal netzte er ein. „Wir sind noch nicht so weit, solche Mannschaften sind einfach noch zu groß für uns“, sprach Simon einen Grund aus, warum es gegen Meister und Vizemeister nicht für Zählbares gereicht hatte. Außerdem gab der Iserlohner zu verstehen, dass die Highlander ein hartes Auftaktprogramm gehabt hätten, sich bis zum jetzigen Zeitpunkt schon großen Kalibern wie Köln (2x), Essen und Augsburg (2x) stellen mussten: „Wir sind spielerisch einfach noch nicht so weit, um diesen großen Gegnern Paroli zu bieten.“

Daran gilt es zu arbeiten, zumal die Highlander am kommenden Wochenende spielfrei haben, ehe mit Kaarst und Uedesheim zwei vermeintlich lösbare Aufgaben warten. „Das sind Mannschaften, mit denen man sich messen kann und die auf einer Stufe mit uns stehen“, sieht der Highlander-Trainer zuversichtlich auf die nächsten Wochen. Und insgesamt sieht er sein Team auch auf einem gar nicht so schlechten Weg, „Drei Punkte mehr hätten es schon sein sollen, hatte Simon die Niederlage beim Neuling Kassel Wizards nicht einkalkuliert. Aber: „Es ist noch alles drin und die Saison ist noch lang. Aber wir müssen uns verdammt konzentrieren, um in die Playoffs zu kommen.“ - an

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