Inline-Skaterhockey, 1. Bundesliga

Gelassener in eine längere Spielpause

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Mit den Highlandern erst wieder am 21. August gefordert: Robin Loecke.

Lüdenscheid - Die vom Papier her lösbaren Aufgaben gegen Kassel und Schlusslicht Uedesheim wurden auch auf dem Parkett siegreich entschieden. So heimsten die Highlander am Wochenende alle sechs Punkte ein und sammelten „Big Points“ im Abstiegskampf.

Als ein Abstiegskampfspiel bezeichnete Coach Stephan Mayer die Partie gegen den Tabellenletzten Uedesheim: „Die Uedesheimer standen hinten drin und haben auf Konter gelauert. Es dauerte bis zur Mitte des Spiels, das in den Griff zu bekommen.“ Und an Torgelegenheiten mangelte es nicht. Alleine im ersten Spielabschnitt zählte Mayer 28:27-Torschüsse für die „Schotten“ – bis auf jeweils einen Treffer beider Mannschaften fielen allerdings keine Tore. 

Erst im zweiten Drittel nutzten die Highlander ihre Chancen und arbeiteten sich eine Drei-Tore-Führung und stellten somit die Weichen auf Sieg. Am Ende brachten Svejda, Otters & Co. die Führung über die Zeit und verschafften sich ein wenig Luft im Bundesliga-Abstiegskampf (sieben Punkte bis zum ersten Abstiegsplatz), auch wenn Kassel drei Spiele weniger absolviert hat. Auch Trainer Carsten Lang war sehr zufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge in beiden Spielen an diesem Wochenende: „Ich bin auf die Boys total stolz, sie haben alles genauso umgesetzt, wie ich es wollte.“ 

Neuzugang Andri Salomonson steuerte seinen Teil zum Erfolg bei und erzielte in seinen ersten beiden Einsätzen gleich drei Treffer. „Salomonson hat mit uns nicht einmal trainiert und hat sich direkt gut eingefügt. Da haben wir den richtigen Mann geholt“, ergänzte Mayer. Lang und Mayer sind sich einig, dass der „Teamgeist stimmt“ und es so weitergehen kann, um auch nach der langen Pause weitere Punkte zu sammeln. 

Das nächste Spiel ist erst am 21. August in der Iserlohner Heidehalle gegen das starke Samurai-Team. Für die Highlander wird es eine Rückkehr an die Heimspielstätte der vergangenen Saison sein. Bis dahin allerdings wird einmal pro Woche in Iserlohn-Sümmern in der Zöpnekhalle, Heimspielstätte der Sauerland Steel Bulls und Menden Mambas, trainiert, bis die BGL-Halle, die aufgrund der Sommerferien nicht zur Verfügung steht, wieder geöffnet ist. Angesichts einer Pause von sechs Wochen ein halbwegs verschmerzbarer Umstand.

Geschäftsführer Mrzyk stellt Amt zur Verfügung

Die Abmeldung von Youngster Maurice Mrzyk schlägt derweil höhere Wellen als erwartet: Das Eigengewächs der Highlander, das seit 2010 105-mal für Nachwuchs- und Herren-Teams der „Schotten“ im Einsatz war und in der vergangenen Spielzeit an den Inline-Skaterhockey-Bundesliga-Kader herangeführt wurde, hat sich wie zuvor schon Nick Hauters zu den Samurai Iserlohn II verabschiedet. Grund waren die aus Sicht des Talents zu geringen Einsatzzeiten und die fehlende Perspektive. 

„Maurice ist ein guter Spieler. Ein Spieler möchte aber auch spielen und nicht nur auf der Bank sitzen“, sagt Vater Christof, zugleich Geschäftsführer der Highlander, „er hat letztes Jahr in wenigen Spielen in der ersten Mannschaft gute Spiele gemacht und auch gepunktet. Er ist immer beim Training da. Im Gegensatz zu 50 Prozent der anderen Spieler, die zum Teil nur zum Spiel kommen. Bei den letzten Spielen hat er, wenn überhaupt, einen Einsatz von 20 Sekunden bekommen. Das ist lächerlich“, sah Christof Mrzyk seinen Filius durchs Trainerteam Mayer/Lang nicht mehr genügend gefördert – und zieht selbst die Konsequenzen. Dem Abteilungsleiter Stephan Seuster hat Mryzk mitgeteilt, dass er sein Amt als Geschäftsführer zur Verfügung stellt. Bis ein Nachfolger gefunden wird, führt er die Geschäfte aber fort. Andreas Nitsche/Tim Viebahn-Knötig

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