Inline-Skaterhockey

Eine Schrecksekunde und neue Hoffnung

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Schrecksekunden: In dieser Szene verletzte sich Jiri Svejda.

Lüdenscheid - Das Lachen ist bei den Highlandern zurück. Mit dem 12:2-Kantersieg gegen die Düsseldorf Rams und dem 8:3-Erfolg über die Duisburg Ducks haben die „Schotten“ ein spürbares Lebenszeichen im Abstiegskampf entsendet und sich zumindest vorübergehend auf Platz acht katapultiert.

Viel wesentlicher jedoch: Die Leistungen auf dem Parkett gehen wieder mit den musikalischen Einspielern in den Spielunterbrechungen einher, frei nach Pixie Paris‘ Werbe-Hit lautete das Credo bei den Bergstädtern am Wochenende „Es rappelt im Karton“ – gleich 20 Mal durften die Svejda, Bruch & Co jubeln, der (Abstiegs-)Blues der vergangenen Wochen scheint mithin verflogen. Die Situation in der unteren Tabellenhälfte bleibt jedoch angespannt. Vier Teams haben derzeit eine kaum schlechtere Punkteausbeute als die Highlander auf der Habenseite, dafür allerdings auch ein oder gar zwei Spiele weniger bestritten. 

Dennoch ließen Leistung und Körpersprache am Wochenende keinen Zweifel daran, dass das neue Trainergepann Carsten Lang/Stephan Mayer in kürzester Zeit Positives bewirkt hat. „Ich glaube, den Jungs war es wichtig, dass wir viel mit ihnen gesprochen haben“, resümierte Carsten Lang, der gemeinsam mit Mayer offenbar an den richtigen Stellschrauben gedreht hatte. „Jiri Svejda hatte recht“, sagt Lang, „die Jungs wirkten nicht fit. Das lag auch daran, dass überwiegend wohl nur kurze Laufstrecken trainiert wurden. Wir spielen aber in einer großen Halle, also müssen wir auch lange Laufstrecken trainieren. Das haben wir getan.“ 

Robin Loecke gegen Essen wieder dabei

Die richtigen Resultate gab’s für die beiden Übungsleiter prompt: Beim 12:2-Kantersieg gegen Düsseldorf überrannten die Highlander ihren Gegner gleich zu Beginn und legten mit drei frühen Treffern den Grundstein für ein Schützenfest. Auch gegen Duisburg überzeugten die Highlander durch immens hohen läuferischen Einsatz, dazu zogen die Bergstädter dem Gegner auch taktisch den Zahn. „Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Vor allem die Außen, über die Duisburg meist kommt, haben wir dicht gemacht“, freute sich Lang, der Neuzugang Lukas Tinz erstmals in den Sturm beorderte. Der machte dort Vieles richtig und erhielt von Lang ebenso ein Sonderlob wie Youngster Max Anlauf. 

Eine Schrecksekunde hielt die Highlander dann aber doch in Atem, nachdem Jiri Svejda, mit neun Toren und zwei Vorlagen erneut herausragender Spieler, nach äußerst unklugem Einsteigen des Duisburgers Marten, der dem enteilenden Svejda mit dem Schläger hinterher hechtete und dabei mit dem Handschuh am Inliner erwischte, schmerzverzerrt am Boden liegen blieb und kurz darauf ins Krankenhaus fuhr. Gebrochen oder gerissen ist nach ersten Erkenntnissen nichts, eine genauere Diagnose steht aber aus. Svejdas Ausfall wäre vor den restlichen drei Heimspielen vor der Sommerpause eine bittere Pille, auch wenn Robin Loecke im nächsten Spiel gegen Vorjahresmeister und Spitzenreiter Essen am 25. Juni nach abgesessener Sperre wieder mitwirken darf.

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