HSV-Trainer Ziel bemängelt Fehlerquote beim Auftaktspiel

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Allzu viele Vorwürfe konnte Trainer Friedhelm Ziel den Spielern der HSV Plettenberg/Werdohl im Spiel gegen den HC TuRa Bergkamen nicht machen. Aber die Anzahl der vermeidbaren Fehler war dem Coach ein Dorn im Auge.

Werdohl - Kleinigkeiten sind entscheidend. Das hat sich am Samstagabend beim Auftaktspiel des Handball-Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl gegen den HC TuRa Bergkamen einmal mehr bewahrheitet.

„Wir müssen die Quote der vermeidbaren Fehler drücken. Natürlich werden Fehler gemacht, aber an der Anzahl der unnötigen müssen wir arbeiten“, sagte Trainer Friedhelm Ziel mit ein wenig Abstand zur vermeidbaren 25:27-Niederlage. 

Einen Schuldigen will der Lüdenscheider gar nicht erst suchen. Es seien die Umstände gewesen, die zur Niederlage führten. Zum einen habe kein HSV-Gegner im Rahmen der Testspiele so gedeckt, wie es der HC getan hat. Zum anderen gehört das Siebenmeter-Werfen zwar zu jeder Trainingseinheit. Ziel weiß seit Samstag aber, dass er diesem Punkt mehr Aufmerksamkeit schenken muss: „Fünf verworfene Marken dürfen wir uns einfach nicht leisten.“ 

Außerdem spielen die personellen Rahmenbedingungen eine nicht unerhebliche Rolle. Vor allem im Rückraum müssen Spieler wie zum Beispiel Michel Lengelsen auf mehreren Positionen agieren und können sich deshalb nicht so intensiv vorbereiten, wie es Spezialisten tun. 

Zwei ganz große Unterschiede hat der HSV-Trainer zwischen Tests und Meisterschaft ausgemacht. „Unsere Liga ist extrem ausgeglichen, auf hohem Niveau. Deshalb machen Nuancen den Unterschied aus.“ Zum anderen sei es seiner Mannschaft in den Tests immer gelungen, auf unvorhergesehene Situation passend zu reagieren. „Wir haben immer eine Lösung gefunden, egal mit welcher Herausforderung uns der Gegner konfrontiert hat. Das haben wir am Samstag nicht geschafft“, resümierte Ziel. 

Schwarzmalen kommt für den Trainer nicht in Frage. Grundsätzlich ist die Mannschaft „bei der Musik“. „Ab jetzt können wir uns natürlich viel detallierter auf Gegner vorbereiten. Am ersten Spieltag ist das zwangsläufig nicht möglich. Ich habe unseren nächsten Gegner bereits beobachtet und kann die Mannschaft nun besser einstellen“, erklärt der HSV-Verantwortliche.

 Zudem hat Tobias Scharpe angekündigt, jetzt wieder regelmäßig trainieren zu können. „Das eröffnet uns neue Möglichkeiten“, sagt der Coach und erhofft sich eine Entlastung, wenn der Rückraum-Allrounder wieder voll einsatzfähig ist. 

Hattingen und Haltern, nächster Gegner der Plettenberger und Werdohler, hat Ziel am Sonntag beobachtet. Beide haben stark verteidigt und deutlich mehr über die Außen abgeschlossen als es die HSV gegen Bergkamen gemacht hat. Außerdem will Ziel mehr Tempo hinten heraus sehen – und die Zielstrebigkeit aus dem Positionsangriff muss über 60 Minuten vorhanden sein.

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