HSV im vorgezogenen Gastspiel beim TuS Ferndorf II

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Körperbetont dürfte es auch in Ferndorf zugehen, wo die HSV schon heute Abend ran muss.

Werdohl - Die Rollen im Duell des TuS Ferndorf II und der HSV Plettenberg/Werdohl scheinen verteilt. Im Spiel der Handball-Verbandsliga (Freitag, 20.30 Uhr, Sporthalle Kreuztal) scheinen die Siegerländer favorisiert, weil sich bei der HSV die personelle Situation im Training nicht verbessert hat.

Und die Liga verzeiht keine halbherzige Vorbereitung. Das hat die Erfahrung gezeigt. „Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die Mannschaft in der Vergangenheit mehrfach überrascht hat. In außergewöhnlichen Situationen hat sie schon Außergewöhnliches geleistet“, erinnert sich HSV-Trainer Friedhelm Ziel. 

Das bisherige Training verlief suboptimal. Van der Hurk und de Liello haben aus dem Spiel gegen Westerholt kleinere Blessuren davongetragen. Scheerer (Sprunggelenksverletzung) hat bereits abgesagt, ob Esser (Prellung) oder Winkelsträter (Kapselverletzung) einsatzfähig sind, ist schwer abzuschätzen. Zudem steht Aushilfe Jugoslav Lakic nicht zur Verfügung. 

Und Neuzugang Dávid Dénes hat Trainingsrückstand aufzuholen, ehe er sein ganzes Potenzial ausschöpfen kann. „Dávid fehlt noch etwas Spielpraxis und er muss sich noch an die Härte im deutschen Handball gewöhnen. Ich bin zuversichtlich, dass er die Lücke schnell zutrainieren wird“, sagt Ziel über den Ungarn, der gegen Westerholt erstmals auflief. 

„Ich bereite mich und meine Mannschaft gern intensiv auf den nächsten Gegner vor, passe unser Spielkonzept angriffs- wie abwehrtechnisch optimal an“, sagt Ziel. Vor Ferndorf war dies nicht möglich. „Wir müssen mit Engagement, Herzblut und Leidenschaft zur Sache gehen, wenn wir bestehen wollen. In der Mannschaft steckt das Potenzial. Das weiß ich genau“, fügt er hinzu. 

Ferndorf II kennzeichnet die gute taktische Ausbildung und ein seit Jahren erfolgreich praktiziertes Spielkonzept. „Sie spielen ihre Konzepte extrem genau auf den Punkt, wo es dem Gegner weh tut. Zudem haben sie neue Leute dabei, die aus dem Rückraum mit hoher Qualität werfen können“, beschreibt Ziel den TuS. Weitere Kennzeichen sind die hohe Dynamik der Offensive und die 3:2:1-Abwehr, „die sie ganz hervorragend spielen“. 

In der Vorbereitung hatte es die HSV selten mit 3:2:1-Abwehrformationen zu tun bekommen. Deshalb würde seiner Mannschaft etwas Routine gegen dieses System fehlen, sagt der Trainer und fordert: „Wir müssen schlau sein und uns darauf einstellen“. Ferndorf bringt zwar viele erfolgversprechende Zutaten mit, bisher sprang aber nur ein Sieg heraus.

HSV: Bergner, Meckel – van der Hurk, Mühlbauer, Traumüller, Dénes, de Liello, Kämper, Winkelsträter, Lengelsen, Sowa, Scheuermann, Esser

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