HSV rechnet beim HSC Haltern-Sythen mit Kampfspiel

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Zupacken ist gefragt: Pierre van der Hurk (rechts) und die HSV Plettenberg/Werdohl stellen sich in Haltern auf einen kampfstarken, aber auch kreativen Gastgeber ein.

Werdohl - Friedhelm Ziel weiß aus seinen Beobachtungen am vergangenen Wochenende: „Ein interessanter und starker Gegner.“ So charakterisiert der Trainer von Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl den HSC Haltern-Sythen, bei dem die Lennetaler am Samstag ab 19.30 Uhr gastieren.

Das Spiel des HSC gegen den TuS Hattingen hat sich der Coach der Plettenberger und Werdohler angesehen. Doch schon in der Vorsaison stellte Ziel Julian Schrief als eines der größten Talente in der Verbandsliga heraus. Er habe sich weiterentwickelt, lautete Ziels Fazit nach dem Besuch in Hattingen. Mit acht Treffern führte Schrief die Torjägerliste beim 23:23 an. 

„Er bindet fast immer zwei Leute. Häufig ist das die Auslösesituation für Folgehandlungen“, erkannte Ziel, dass den Halterner Rückraumspieler nicht nur seine eigene Torgefährlichkeit auszeichnet. Er glänzt auch mit Anspielen, bedient seinen Kreisläufer oder setzt seine starken Nebenleute wie zum Beispiel Spiekermann oder Strotmann in Szene. „Wir müssen Zweikämpfe gewinnen, wenn wir da gegenhalten wollen“, sagt der Lüdenscheider. 

Ein Vorteil im Gegensatz zum ersten Spiel gegen Bergkamen: „Jetzt wissen wir, wie unser Gegner spielt“, sagt Ziel. Sein Resümee: Es wird ein Kampfspiel. Nur so war Hattingen in der Lage, denen zwei wichtige Shooter fehlten, gegen Haltern-Sythen einen Punkt zu holen. Nur mit hundertprozentiger Einsatzbereitschaft hat man am See eine Chance. 

An die Partie der zurückliegenden Saison möchte Ziel sich gar nicht erst erinnern: „Wir haben alles versucht, zig Formationen ausprobiert – und nichts hat geklappt.“ Diesmal soll es besser werden. Allerdings muss die HSV an das Niveau der Vorbereitungsspiele anknüpfen. Spielfreude, taktische Finesse, kollektives Engagement – da müssen die Lennetaler wieder hin. 

Mit welcher Abwehrformation die HSV gegen Haltern verteidigen wird, kann Ziel jetzt noch nicht sagen. „Sie machen ihr Spiel im Rückraum extrem breit und schaffen dadurch große Räume“, erklärt der Trainer. Außerdem sind sie schnell und ballsicher genug, um auch eine 3:2:1-Abwehr auseinanderzunehmen. 

Und: Haltern ist kreativ. In der Schlussphase, als sich die Partie in Hattingen in der Entscheidungsphase befand, überraschte der HSC mit zwei blitzsauberen Kempa-Toren durch Schrief – eine Option, die Hattingen kaum verteidigen konnte. „Wir sind gewarnt“, sagt Ziel, der seine Mannschaft gerne auf den Punkt vorbereitet hätte. Berufliche Verpflichtungen und Blessuren seiner Spieler machten dem HSV-Trainer mal wieder einen Strich durch die Rechnung.

HSV: Bergner, Meckel – van der Hurk, Scheerer, Mühlbauer, Traumüller, de Liello, Kämper (?), Winkelsträter, Lengelsen, Sowa, Scheuermann, Esser, Scharpe (?)

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