HSV gibt in Herne 19:16-Führung aus der Hand

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Björn Traumüller (rechts) traf zum wichtigen 20:20-Endstand für die HSV.

Herne - Das fehlende Harz drückte dem Spiel der HSV Plettenberg/Werdohl beim HC Westfalia Herne am Sonntagabend den Stempel auf. 20:20 (10:10) trennten sich die beiden Kontrahenten in der Handball-Verbandsliga.

Ein gewonnener Punkt für die HSV? Bezogen auf das Ende ist die Antwort klar: Ja. Allerdings führten die Gäste aus dem Sauerland zehn Minuten vor dem Abpfiff 19:16, schienen die beiden Zähler bereits sicher zu haben. „Und dann passiert uns, was nicht passieren darf“, erinnerte sich HSV-Trainer Friedhelm Ziel an die entscheidenden Szenen. 

Die HSV lag scheinbar sicher in Front und hatte taktisch, bis auf wenige Ausnahmen, sauber gearbeitet. Ballverluste sind in Herne unter allen Umständen zu vermeiden. Das hatte Ziel seinen Spielern im Vorfeld immer wieder eingebläut, weil Hernes Gegenstoßspiel genau darauf aufbaut. 

Ab der 50. Minute produzierte die HSV aber genau diese Fehler. „Wir haben nicht abgeschlossen, wir haben im Aufbau den Ball verloren – und Herne hat uns bestraft“, beschrieb Ziel die Phase ab der 50. Minute. Ihnen verkürzte zum 17:19 (53.), keine 40 Sekunden später versenkte Fabian Scheunemann den nächsten Gegenstoß (18:19). 

Ziel versuchte dem Treiben ein Ende zu bereiten, nahm seine Auszeit. Doch Plettenberg/Werdohl machte weiter Fehler. In der 54. fiel der 19:19-Ausgleich, ehe erneut Ihnen zum 20:19 nachlegte (56.). Die Partie schien gekippt zu sein, doch Traumüller besorgte mit seinem dritten Treffer den wichtigen 20:20-Ausgleich (57.). Foul an Ihnen, Siebenmeter (58.). Van der Hurk ließ einen Kommentar fallen, weil er die Entscheidung nicht akzeptierte – Zwei-Minuten-Strafe gegen den Linkshänder. Herne schien am Drücker, doch HSV-Torhüter Meckel parierte den Wurf von Schwitalski. 

In den restlichen 163 Sekunden passiert dann nichts mehr. Dass es noch zum Punktgewinn reichte, stimmte Ziel etwas freudiger. Den Frust über die verschenkte Führung konnte er aber nicht verbergen.  

HC: Ollesch, Greger - Schumann (1), Hettrich (5), Bartel (1), Hodde, Rinsch, Ihnen (4), F. Scheunemann (3), M. Scheunemann (1), Sondermann (1), Rödiger, Schwitalski (4/4) 

HSV: Meckel, Gerstberger - Scheerer (1), Scheuermann (1), Lakic, van der Hurk (4), Winkelsträter (1), Alissa, de Liello (4/4), Lengelsen (2), Esser, Traumüller (3), Bardischewski (4) 

Zeitstrafen: HC 2; HSV 5

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