Der HSV fehlen noch zehn Prozent

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Pierre van der Hurk (links) machte in Kreuztal ein gutes Spiel und war mit sieben Toren erfolgreichster Werfer der HSV. „Bommel“ stand aber fast über die kompletten 60 Minuten auf der Platte und wirkte in der Schlussphase ausgelaugt.

Werdohl - Nach vier Spieltagen in der Handball-Verbandsliga hat die HSV Plettenberg/Werdohl schon vier Niederlagen im Leistungsbüchlein stehen. Die 24:27-Schlappe bei der „zweiten Welle“ des TuS Ferndorf am vergangenen Freitag war eine vermeidbare und glich zumindest mit Blick auf das Resultat einem Duplikat der ersten zwei Punktspiele, in denen die HSV ebenfalls nah dran war am Punktgewinn, letztlich aber eben doch mit leeren Händen vom Parkett schlich.

Werdohl - Nach vier Spieltagen in der hat die HSV Plettenberg/Werdohl schon vier Niederlagen im Leistungsbüchlein stehen. Die 24:27-Schlappe bei der „zweiten Welle“ des TuS Ferndorf am vergangenen Freitag war eine vermeidbare und glich zumindest mit Blick auf das Resultat einem Duplikat der ersten zwei Punktspiele, in denen die HSV ebenfalls nah dran war am Punktgewinn, letztlich aber eben doch mit leeren Händen vom Parkett schlich.

25:27 gegen den Tabellenzweiten TuRa Bergkamen, 24:26 gegen den aktuellen Liga-Primus HSC Haltern/Sythen und eben das 24:27 in Kreuztal – drei Mal schnupperten Pierre van der Hurk, Michel Lengelsen und Co. an Zählbarem. Lediglich das letztlich doch deutliche 30:37 gegen den SV Westerholt tanzt aus der Negativreihe. Chancenlos war die HSV aber auch in dieser Partie nicht.

„Es fehlen im Moment vielleicht zehn Prozent, die wir generieren müssen“, meint HSV-Trainer Friedhelm Ziel, der in der Herbstpause in den Einheiten jene Prozente aus seinem Team herauskitzeln will. „Wir müssen im Training die zweite Welle etablieren“, sagt der Lüdenscheider, dem das Gegenstoßspiel seiner Sieben bislang nicht ausreichend ist. Es lange in dieser „starken Liga“ nicht, im Schnitt „nur“ 24 oder 25 Tore zu werfen. Die Quote der nach „freien Chancen“ erzielten Tore ist laut Ziel zwar gut, die Quantität dieser Abschlüsse aber letztlich zu gering. „Wir müssen mehr freie Chancen generieren“, fordert der Coach.

In der Tat muss sich die HSV in diesen Tagen ihre Torerfolge hart erkämpfen. Die Zeiten, in denen auf die Treffer von Marc Bardischewski stets Verlass war, sind längst vorbei. Dass der Verlust des Rückraumshooters an den VfL Eintracht Hagen eine Hypothek für die laufende Serie sein könnte, war allerdings zu befürchten. Folgerichtig veränderte die HSV in der Vorbereitung ihren Stil, sucht in der Offensive nun verstärkt die spielerische Lösung. Allein zwischen Aufwand und Ertrag klafft noch eine Lücke, die in der Herbstpause nun geschlossen werden soll und muss.

Eine weitere Baustelle bleibt die Abwehrarbeit, die in Kreuztal zwar schon deutlich besser verrichtet wurde als gegen Westerholt, aber eben noch nicht gut genug gewesen war. „Vor allem im Eins-gegen-Eins müssen wir stabiler werden“, sagt Friedhelm Ziel. Der erfahrene Coach hofft darüber hinaus, dass die zuletzt angeschlagenen Scheerer (Sprunggelenksverletzung) und Esser (Prellung) nach der Pause wieder voll belastbar und echte Alternativen sein werden.

Obwohl die HSV gegen die ersten drei Teams des Tableaus bereits gespielt hat, rechnet ihr Trainer auch in den Duellen nach der Pause mit höchst anspruchsvollen Aufgaben. Ziel: „Die Liga ist sehr stark und ausgeglichen. Wir dürfen nicht glauben, dass es jetzt leichter wird.“

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