Team mit zwei verschiedenen Gesichtern

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Mit sechs Treffern erfolgreichster Torschütze der HSG Lüdenscheid war Niclas Beckmann, hier im Duell mit HSV-Keeper Meckel.

Lüdenscheid - Im Test zweier stark ersatzgeschwächter Mannschaften setzte sich Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl am Donnerstagabend bei der klassenniedrigeren HSG Lüdenscheid nach ausgesprochen kuriosem Spielverlauf mit 20:18 (7:12) durch.

 Beide Mannschaften präsentierten in der BGL-Sporthalle nämlich höchst unterschiedliche Gesichter. 21 Minuten lang zauberte die gastgebende HSG derart, dass eine schwache Ziel-Truppe nur staunend zuschauen konnte. Gestützt auf einen tollen Kämmerer und eine klasse arbeitende 6:0-Abwehr strotzten die Hausherren vor Selbstvertrauen.

 8:3 hieß es nach 15 Minuten. Die HSV reagierte mit Umstellung auf eine 3-2-1-Deckung, zunächst noch ohne große Wirkung. Denn nach 21 Minuten war der HSG-Vorsprung auf 12:5 angewachsen. Erst dann griff das offensivere und aggressivere HSV-Spiel gegen die HSG-Halbpositionen.

In der Schnippering-Sieben machte sich Verunsicherung breit. Viel zu hastig und schlecht vorbereitet wurden die Angriffe abgeschlossen. Die HSV startete eine furiose Aufholjagd, hatte bis zum Wechsel auf 8:12 verkürzt.

Und Scheuermann und Co. blieben nach Wiederbeginn dran, nutzten die sich durch zu offensives Spiel in der HSG-Deckung öffnenden Lücken konsequent. Nach 38 Minuten hatte der Verbandsligist erstmals ausgeglichen (12:12). Und weil Bergner das HSV-Tor zunagelte, zudem die HSG auch bei vier Alu-Treffern (Beckmann 2, Fenner, Broscheit) Pech hatte, legte der effiziente Gast trotz eines ordentlichen Clemens im HSG-Kasten zum 12:16 nach, bevor Weigt eine 25.46 (!) Minuten währende HSG-Phase ohne Tor beendete (46.). In der Folge begegneten sich die Teams wieder auf Augenhöhe.

HSG: Kämmerer (1.-30.), Clemens (ab 31.) – Broscheit, Bölling (3), Weichelt (1), Fenner, Miossec (1), Beckmann (6/1), Füller (2), Plate, Weigt (5)

 HSV: Meckel (1.-30., 1), Bergner (ab 31.) – Scheerer (3), Scheuermann (5), Mühlbauer (1), Winkelsträter, Esser (1), de Liello (3/2), Sowa (3), Lengelsen (3)

 Schiedsrichterin: Osterkamp (Lüdenscheid)

 Zeitstrafen: HSG 2, HSV 2

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