SG Schalksmühle-Halver

Die SGSH und der "lange Donnerstag"

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Entwarnung: Die Nase von Niklas Polakovs, die am Sonntag nicht aufhören wollte zu bluten, ist nicht gebrochen. Der Rückkehrer wird beim Saisonstart dabei sein.

Schalksmühle - Es war ein Nachmittag ohne die ganz großen finalen Erkenntnisse, aber auch ohne finale Hiobsbotschaften, und zumindest Letzteres nahm Stefan Neff mit etwas Verspätung zufrieden zur Kenntnis. Auch Niklas Polakovs gab einen Tag nach der Generalprobe von Drittligist SG Schalksmühle-Halver gegen den VfL Gladbeck Entwarnung.

Polakovs nach einem Schlagwurf von Kramer, der ihn unglücklich getroffen hatte, stark blutende Nase ist nicht gebrochen. Um den Saisonstart am Samstag in Köln-Chorweiler muss er nicht bangen. „Am Sonntag hat man Niklas das natürlich angemerkt auf dem Feld, es hat ja auch nicht aufgehört zu bluten“, sagt Neff über seinen Spielmacher, der es nach der Halbzeit gegen Gladbeck zumindest zeitweilig versucht hatte. 

Der 29:21-Erfolg gegen den Oberliga-Vizemeister, der ohne Max Krönung (Kreuzbandriss) offensiv doch erheblich an Schlagkraft verloren hat – es war ein standesgemäßer Auftritt unter erschwerten Bedingungen, die für alle Handballer auf dem Parkett galten. „In der zweiten Halbzeit war der Ball ja immer wieder nass und schlecht zu fassen – da kann man auch niemandem einen Vorwurf machen“, sagt Neff, „ich denke, dass wir insgesamt eine stabile Leistung abgeliefert und verdient gewonnen haben.“ 

Und damit ist sie abgehakt, diese Vorbereitung. Der Blick geht in Richtung Chorweiler, wo am Samstag der Longericher SC als Auftaktgegner wartet. Die Stark-Sieben verlor ihr letztes Spiel vor dem Start 23:34 – allerdings war der Gegner im DHB-Pokals der Zweitligist Ludwigshafen-Friesenheim. Dass die „Eulen“ einen Tag später auch Gummersbach aus dem Wettbewerb kegeln sollten, war für die Kölner nachträglich eine Aufwertung ihrer Niederlage nach der langen Tour bis München. Ausrichter des Vierer-Turniers war der TuS Fürstenfeldbruck, die LSC-Handballer durften sich so eine Woche vor dem Start auf einer langen Zugfahrt auf die neue Saison einschwören. 

Bittet sein Team donnerstags zum Video-Studium des Gegners: Stefan Neff.

Für die SGSH geht es derweil auch ohne große Tour nun endgültig in den Rhythmus über, den die Meisterschaft vorgibt. Neu ist dabei in diesem Jahr, dass der Donnerstag zum „langen Abend“ fürs Team wird. Donnerstags ist die Video-Vorbereitung auf den nächsten Gegner angesagt. Aus diesem Grund hat das Drittliga-Team die Trainingsstätte getauscht, trainiert nun dienstags und donnerstags an der Mühlenstraße in Halver. Fürs Videostudium steht dort ein Klassenraum zur Verfügung. „Dass ist mir wesentlich lieber als so etwas in der Kabine zu machen“, sagt Stefan Neff. Donnerstags wird nun erst Video geschaut und anschließend ab 20 Uhr trainiert. 

„Ich glaube, dass die Spieler die Videos mit zwei Tagen Vorlauf besser verarbeiten können“, sagt Neff, der wie das gesamte Team nun auf den Saisonstart brennt. Stand jetzt steht in Köln der komplette Kader zur Verfügung. Wobei die Startformation nicht die Startformation der Generalprobe sein muss. Da hatten Lutz Weßeling und Natko Merhar zunächst zugeschaut. „Ich wollte da noch mal andere Spieler sehen“, sagt Neff, „eine erste Sechs oder Sieben habe ich aber ohnehin nicht im Kopf. Ganz im Gegenteil: Ich bin froh, dass ich eigentlich jeden Spieler des Kaders bedenkenlos bringen kann.“

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