Handball, 3. Liga West

SGSH gastiert zum Saisonstart in der Domstadt

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War in der vergangenen Saison in Köln-Chorweiler der Matchwinner für die SGSH: Florian Diehl.

Schalksmühle - Die Saison 2016/17, in der alles besser werden soll, sie beginnt für den Handball-Drittligisten SG Schalksmühle-Halver am Samstagabend um 18 Uhr in einer vergleichweise engen Sporthalle in der Merianstraße im Kölner Stadtteil Chorweiler gegen einen Gegner, gegen den gar nichts besser werden kann: gegen den Longericher SC.

Der Longericher SC war zwar das große Überraschungsteam der Vorsaison – allerdings nicht gegen die SGSH. In der Hinrunde feierte das seinerzeit noch von Mathias Grasediek gecoachte Team in einem emotionalen Spiel in Köln einen 28:27-Sieg, das Rückspiel unter Trainer Dragan Markovic gewann die SGSH 33:32. Die SGSH war damit der einzige Gegner, gegen den die Schützlinge von Christian Stark beide Spiele verloren. Andersherum gewann die SGSH nur gegen drei Mannschaften der Liga zweimal (außerdem: Gummersbach II, Aurich). 

Der neue SGSH-Coach Stefan Neff würde wohl trotzdem nicht von einem Traumgegner für den Start sprechen, eher im Gegenteil. „Der Longericher SC hat eine heimstarke, sehr emotionale Mannschaft, die von ihrem Kampfgeist lebt“, sagt Neff und erwartet einen sehr emotionalen, aber eben auch unbequemen Start ins Spieljahr. Wobei Neff bei aller akribischen Vorbereitung („Wir haben uns die Bewegungsabläufe angeschaut...“) nicht zu sehr auf den Gegner schauen will. „Wir haben auch starke Spieler und ein Spielkonzept“, sagt der Hagener, „es geht für uns darum, dass wir die ersten Minuten gut überstehen und dann unser Spielkonzept und unsere Stärken durchsetzen.“ 

Neff mag nicht konkret werden, aber es heißt immerhin, dass er sich vom System her nicht nach den vermeintlichen Kölner Stärken richten will. Eine Manndeckung gegen den Haupttorschützen Benjamin Richter? Eine konkrete Aussage dazu gibt es im Vorfeld natürlich nicht, aber wenn Neff Stärken durchsetzen will, so gewiss auch die 6:0-Abwehr, die an guten Tagen der Vorbereitung eine sehr sattelfeste Defensiv-Variante gewesen ist. Ein Bollwerk, dass auch Richter, Tebbe, Wolf, Dahlke & Co erst einmal knacken müssen. Wobei das Defensiv-Verhalten in der Offensive beginnt, denn der Longericher SC ist nicht nur heimstark und emotional, sondern auch extrem tempofest. Ohne ein gutes Rücklaufverhalten wird es die SGSH in Chorweiler wohl sehr schwer haben. 

Personell hat Stefan Neff vor dem Start die Qual der Wahl. Die 16 Akteure des Kaders sind allesamt topfit. „Ich habe mir viele Gedanken gemacht und bin mir – wenn bis zum Spiel nichts mehr passiert – ziemlich im Klaren darüber, wie der Kader aussehen wird“, sagt Neff, der aber zwei Tage vor dem Spiel nicht konkreter werden wollte. Es standen ja auch noch zwei Trainingseinheiten auf dem Programm. 

Zwei Einheiten bis zum Startschuss. „Die Halle ist eng und laut, es ist alles gerichtet für den Start“, sagt der 29-jährige Coach voller Vorfreude, „wir müssen jetzt sehen, dass wir nicht überpacen, aber auch nicht zu locker an die Aufgabe herangehen. Ziel ist natürlich, dort zu gewinnen. Aber es ist ein wirklich harter Brocken, den wir da aus dem Weg räumen müssen...“ 

SGSH: Plessers, Formella – Ludwig, Eigenbrodt, Merhar, Weßeling, Diehl, Polakovs, Dmytruszynski, Brüning, Mayer, Ruskov, Jansen, Wardzinski, Luciano, Müller

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