Handball, 3. Liga West

Ohne Florian Diehl gegen den Meister

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Mit der SGSH am Samstagabend gegen Leichlingen: Dominic Luciano.

Halver - Beim Saison-Einstand durfte Trainer Stefan Neff aus dem Vollen schöpfen, pünktlich zur Heimpremiere des Handball-Drittligisten SG Schalksmühle-Halver hat sich indes die erste personelle Hiobsbotschaft eingestellt: Florian Diehl wird am Samstagabend an der Mühlenstraße gegen den Leichlinger TV nach einem Arbeitsunfall wohl zuschauen müssen.

Betroffen ist Diehls linke Hand, deren Innenfläche in dieser Woche mit drei Stichen genäht werden musste. „Wir prüfen zwar noch mit der medizinischen Abteilung, ob etwas geht, wahrscheinlich aber wird es für Florian nicht reichen“, sagt Stefan Neff, dem somit gegen den Meister der Vorsaison nurmehr ein 15er-Kader zur Verfügung stehen wird. Auf das erste Heimspiel in Halver freuen sich Trainer und Kader trotz des personellen Rückschlags enorm. „Der Punktgewinn in Köln hat der Stimmung richtig gut getan“, sagt Neff mit Blick auf die vergangene Trainingswoche, „fokussiert ist das Team nun auf den Leichlinger TV. Die Vorfreude ist da.“ 

Das Team von Trainer Frank Lorenzet kommt nicht nur als letztjähriger Westmeister der 3. Liga ins Sauerland, die Pirates sind auch nach dem ersten Spieltag der neuen Saison schon wieder Tabellenführer, haben zum Auftakt den Neuling SG Langenfeld beim 39:28 nach allen Regeln der Kunst zerlegt. „Der LTV hat eine herausragende individuelle Qualität“, sagt Stefan Neff, „allen voran mit Valdas Novickis in der Rückraum-Mitte. Sie sind aber eigentlich auf allen Positionen gut besetzt. Anders als Longerich kommen sie weniger so extrem über die Emotionen, sondern mehr über ihre riesige Erfahrung. Gegen so einen Gegner muss man unbequem und nervig sein. Man muss ihnen die Lust daran nehmen, ihre Qualität durchzusetzen.“ 

"Komfortable Situation nach dem Punkt in Longerich"

Die Trainingswoche hat die SGSH intensiv genutzt, um den Auftritt in Chorweiler zu analysieren. „Wir sind zusammen zum Schluss gekommen, dass wir einfach nicht gut verteidigt haben“, berichtet Neff, „wir sind in der Abwehrmitte zu viel herausgelaufen und haben einfach zu viele Zweikämpfe verloren. Daran haben wir gearbeitet.“ Die Richtung für den Samstagabend ist also vorgezeichnet – über die Abwehr will die SGSH in die Partie kommen, wobei die Gäste sicherlich weniger aufs Tempo drücken dürften als Longerich. Im aufgebauten Angriff allerdings wird die SGSH Geduld benötigen, weil die Pirates eben auch ein Kontrahent sind, der geduldig auf Fehler wartet. 

Auf jeden Fall sieht Stefan Neff seine Schützlinge gegen diesen Gegner als Außenseiter. „Durch den Punktgewinn gegen Longerich sind wir in der komfortablen Situation, nicht unbedingt etwas holen zu müssen“, sagt Neff, will aber natürlich auch gegen den LTV Zählbares, „es ist ein Heimspiel, und da wollen wir die bestmögliche Leistung abrufen. Es kommt der Meister und Tabellenführer, besser geht es doch nicht fürs erste Heimspiel. Wir freuen uns riesig auf die Partie, wir haben nichts zu verlieren.“

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