Handball, 3. Liga West

SGSH: Zufriedenheit und Arbeitsaufträge

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Starkes Debüt: Till Miekus.

Schalksmühle - Die Zuschauer gingen zufrieden nach Hause, der Sportliche Leiter hatte gute Laune. Und auch der Trainer notierte einen „ordentlichen Auftakt“. „Das Engagement stimmte grundsätzlich“, sagte Stefan Neff am späteren Donnerstagabend nach dem 45:20 (24:11)-Sieg von Drittligist SG Schalksmühle-Halver gegen den mit einem Rumpfkader angetretenen Oberligisten HSG Gevelsberg-Silschede.

Arbeitsaufträge standen gleichwohl auch im Block des Hageners. „Aber das ist ja ganz normal zu Beginn der Vorbereitung, dass noch viel Arbeit da ist“, befand Neff. Er hatte ja ganz besonders die Defensive im Fokus gehabt, weil die SGSH bisher im Training hier schon reichlich Zeit investiert hatte. Und wenn er nun das Spieltempo („War okay...“) lobte und auch die „zwei, drei schönen Ballpassagen“ in der Offensive, die quasi ohne größere Vorbereitung im Training aufs Parkett gebracht worden waren, dann war es eben nicht das im Fokus stehende, was dem neuen Trainer besonders gefallen hatte. 

„Es waren zu viele Gegentore aus dem Rückraum und zu wenig Absicherung gegen den Kreisläufer des Gegners. Da waren wir zu anfällig“, stellte Neff fest, „daran werden wir weiter arbeiten müssen.“ Zu dieser Arbeit soll gehören, die bisher eher im Angriff Akzente setzenden Spieler wie Julian Mayer oder auch Niklas Polakovs auch zu festen Abwehrgrößen zu machen. „Ich traue Julian das zu“, sagt Neff, der den Linkshänder direkt auf der Halbposition im 6:0-Format testete, ebenso wie später Lutz Weßeling im ungewohnten Innenblock. „Da ging es mir darum, einen neuen Reiz zu setzen“, verriet der Coach. 

Die Stoßrichtung bei beiden Ideen ist dieselbe: Möglichst wenig Spezialistenwechsel schweben dem neuen Trainer vor: „Das wollen wir hinbekommen, umso schneller kann das Spieltempo sein – und übers Tempospiel wollen wir ja kommen.“ Zum Tempospiel gegen Gevelsberg passte die neue Flügelzange. Links Natko Merhar, der nach gefühlt ewiger, immer wieder kurz unterbrochener Verletzungszeit ein gutes Comeback feierte, wie der Sportliche Leiter Axel Vormann zufrieden feststellte. 

Teambuilding beim Bowling in Köln

Auf der anderen Seite gab Till Miekus richtig Gas. Es ist lange her, dass ein Debütant acht Tore geworfen hat im Trikot der SGSH, erst recht einer, der gerade erst 18 Jahre alt geworden ist. Es war ein imposanter Einstand ohne Fehlwurf. Die SGSH hat hier nun hinter den etablierten Rechtsaußen Achim Jansen und Jacek Wardzinski (beide Urlaub) einen Rohdiamanten aus der Herdecker Jugendarbeit. Wobei Miekus ja eigentlich ein Schalksmühler Junge ist: Mit der D-Jugend wurde er am Löh Meister des HVW-Bezirks Süd. Seit fünf Jahren allerdings spielt er am Bleichstein und ist maßgeblich von Ex-SGSH-Spielmacher Christian Feldmann, der ihn fünf Spielzeiten lang trainiert hat, ausgebildet worden. 

„Wir wissen, was Till kann. Für ihn war das ein toller Auftakt, auch wenn er so eine Leistung gegen andere Kaliber bestätigen muss“, stellte Neff mit einem Fuß auf der Euphoriebremse fest, „aber natürlich macht es Spaß, mit Till zu arbeiten. Das Talent, das er hat, ist ja für keinen zu übersehen...“

Der nächste Test der SGSH findet am Donnerstagabend gegen den OSC Dortmund fest. Am heutigen Samstag findet die zweite Teambuilding-Maßnahme statt: Die SGSH-Spieler reisen ohne Trainer und Sportlichen Leiter nach Köln zum Bowling und gemeinsamen Anschauen des Deutschland-Länderspiels gegen Italien.

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