Tage der Erleichterung

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Max Büchel hat die SGSH um die Auflösung seines Vertrages gebeten. Er will sich einen neuen Verein suchen

Schalksmühle - Erleichterung ist keine Sache des Augenblicks. Bei der SG Schalksmühle-Halver ist die Erleichterung im Endstadium einer problem-beladenen Spielzeit seit der Rettung am Vorwochenende zu einer Art Dauerzustand geworden.

So klang sie bei jedem Wort, das Ken Börner am Samstagabend nach dem 31:27 gegen Habenhausen im Hallenfoyer an die Fan-Gemeinde der SGSH richtete, durch, diese Erleichterung. Für den 1. Vorsitzenden der SGSH war es ja nicht nur der Heimkehraus-Abend seiner SGSH, es war auch der Vorabend seines 46. Geburtstags. In den feierte er mit dem Team und vielen Freunden aus dem Umfeld im „International“, dem Teamrestaurant der SGSH und temporären Wohnort von Dragan Markovic, erleichtert hinein. Bis tief in die Nacht.

Und natürlich soll der Durst bei allen Beteiligten groß gewesen sein nach dieser Saison. Erleichterung macht auch durstig. „Dragan Markovic hat uns den Hintern gerettet“, hatte Börner zuvor im Foyer bei der Verabschiedung des bosnischen Nationaltrainers konstatiert. Markovic geht als derjenige, der seine Mission am Löh erfüllt hat. Die Mission Klassenerhalt. Er geht und hat schnell neue Aufgaben: Bosnien gegen Schweden in der internationalen Relegation, dann Neuaufbau in Willstädt. „Aber auch hier bis du immer herzlich willkommen“, sagte Börner zum Abschied. Und Markovic ist ein leutseliger Mensch, der schnell viele Freunde gewonnen hat.

"Ich bin nicht einfach"

Gut möglich, dass er zu Besuch kommen wird. Für den Moment dankte er erst einmal seinem Sportlichen Leiter, den Markovic mehr als Axel Vormann selbst als Co-Trainer erlebt hat. „Ich bin kein einfacher Trainer, aber es ist gut gegangen – auch weil ich einen so tollen Co-Trainer hatte. Er hat ganz viel in der Analyse geleistet in diesen Wochen“, sagte Markovic in Richtung Vormanns, der im besten Sinne der Mann im Hintergrund gewesen war in den sehr aufregenden Wochen nach der Trennung der SGSH von Axel Meyrich und Cheftrainer Mathias Grasediek. Dragan Markovic geht, Vormann bleibt – der neue Sportliche Leiter betont seit Wochen, wie sehr er sich auf die Zusammenarbeit mit Stefan Neff freut. Am 6. Juni beginnt die neue Neff-Zeitrechnung am Löh. Eine Zeit, mit der die Verantwortlichen nach den stressigen Monaten voller enttäuschter Hoffnungen und Missklänge die Hoffnung auf mehr Ruhe und natürlich auch auf neue sportliche Erfolge verknüpfen.

Büchel bittet um Vertragsauflösung

Kein Teil des Teams wird dann Max Büchel mehr sein. Der zweitjüngste Spieler des Kaders, der im Sommer gemeinsam mit Moritz Eigenbrodt aus der A-Jugend der DJK Oespel-Kley gekommen war, hat die SGSH am Wochenende um die Auflösung seines Vertrages gebeten. Die SGSH wird dem Wunsch nachkommen. „Max muss spielen“, sagt Axel Vormann, „er hat in den letzten Wochen einen tollen Eindruck hinterlassen, aber der Kader ist groß, er ist jung. Man kann ihm da natürlich nichts garantieren.“ Für Büchel war es ein unglückliches Jahr. Er hatte Einsatzzeiten, zeigte auch gute Leistungen, allen voran in der Hinrunde in Ratingen. Aber wenn es eng wurde, waren in der so bedeutungssschweren Strategie-Zentrale im zentralen Rückraum Leute mit mehr Erfahrung vor ihm. Während Moritz Eigenbrodt auf der linken Außenbahn durchstartete, warf Büchel auch noch eine Trainings-Verletzung zurück. Kurzum: Es war der Wurm drin. Auch Max Büchel dürfte nach der Entscheidung zu den Erleichterten zählen... Wohin es den Youngster zieht, weiß er noch nicht genau. Es gibt wohl mehrere Optionen in der Oberliga. Sundwig sucht, der OSC Dortmund als Neuling auch.

Erst einmal will er aber wohl abwarten, wohin es zum Studium geht. Am Samstag in Krefeld auf jeden Fall soll Büchel noch einmal spielen und danach bei der Maifeier bei Frank Turck in Halver verabschiedet werden. Aufgrund der Maifeier startet der SGSH-Bus am Samstag aus auch von Schalksmühle (15.15 Uhr, Aldi, Hälverstraße) über Halver (15.30 Uhr, Penny-Markt) gen Krefeld, fährt danach direkt zu Turcks Autowerkstatt. Gute Nachrichten zum Saisonfinale gibt es von Florian Diehl: Nach seiner Knochenhaut-Entzündung am Schienbein gibt es Entwarnung, in wenigen Wochen soll er wieder voll belastbar sein. Am 6. Juni, dem ersten Arbeitstag von Stefan Neff, ist er auf jeden Fall fest eingeplant.

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